6tes Stücke 96 verholten malen über das Getraide hin und her streichen, damit dieser schädliche Than herabfalle« So schlecht diese Mittel sind, so schwer ist doch, wie jedermann steht, ihre Anwendung; und wenn man alles genau untersuchet, so kommt damit nichts heraus, und es würde viel sicherer und kürzer seyn, esso einzurichten, daß das Getraide selbst dem schädlichen Nebel oder Mehlthau wiederstehen tönte. FolgendeZubereitung, welche zu dem Ende vorgeschlagen wird, ist ganz einfach, und das Mit ­ tel ist in einer Gegend gebraucht worden, wo der Mehlthau das Getraide alle Jahr verdarb, und wo man nun seit acht bis zehn Jahren, da es gebraucht worden ist, das schönste Getraide von der Welt ein- erndtet. Die Zubereitung ist diese: Für sechs Scheffel Saamen nehme man ungefehr den neunten Theil eines Scheffels ungelöschten Kalks, drey Hände voll Ofen-oder Kesselrus und eben so viel Salz. Man mische alles wohl untereinander, streue es auf das Getraide und rühre es zugleich mit einer Schaufel wohl um. Man besprenge hernach das Getraide mit Mistlaake und zwar für jeden Scheffel ein ganzes Sprengfaß voll. Wahrend des Besprengens wird das Getraide bestän ­ dig umgerührt und so lange gesprengt bis es ganz feuchte ist. Alsdenn schütte man es auf einen Haufen und laste es so eine Nacht dìlrch liegen; denn diese Operation muß den Tag zuvor vorge ­ nommen werden, ehe man aussäen will. Das Getraide trocknet hinlänglich, um den folgenden Tag ausgesäet werden zu können. Säet man mehr als sechs Scheffel, so muß man nach Pro ­ portion die angeführten Dosen erhöhen. Der den Tag vorher also zubereitete Saamen muß des Morgens in die Erde gebracht wer ­ den, und wenn man Nachmittags säet, muß man ihn erst des Morgens zubereiten : denn wenn mann das Getraide zu lange aufbehielte, mögte es verderben. Weil es aber solchergestalt von Morgen bis Abends nicht hinlänglich trocknen mögte, wofern es alzusehr angefeuchtet worden wäre so muß man an statt der sechs Sprengfässer voll Mistlaake, auf sechs Scheffel, nur viere rechnen, das ist, man muß das Wasser, womit man den Saamen einfeuchtet, um den dritten Theil vermindern. Der Mehlthau verursachet einen so grossen Schaden, daß man den für keinen klugen Haus ­ halter halten kann, der diese Zubereitung nicht versuchen wollte, und wir wünschen daß der Ver ­ such so glücklich von statten gehen möge, als man es uns versichert. Um alle Zweydeutigkeit, in Absicht des Sprengfasses, zu vermeiden, dessen Grösse verschieden ist, so ist zu merken, daß das Getraide nur in dem Grade angefeuchtet werden müsse, daß man im Stande ist, es zu der Zeit auszusäen, die man sich dazu ausgesetzt hat; und eben deswegen besprengt man cs des Morgens für den Abend, weniger, als den vorhergehenden Tag, für den folgenden. Fremde und hiesige Personen, so vom r6ten Jan. bis den iten Fcbr. in Cassel angekommen. Leipziger Thor: Den 26ten Januar. Würtenb. Husar. Lieut. Hr. v. Müller , p. d. Den 27hm Hannöv. Amtmann Hr. Bödicker, l. b. Hrn. Oberstlieut. v. Adelepsen. Ein Commando v. hl. v. Knyphaus. Fnsil. Reg. mit 2 Arrest, z. Stockhaus und i Arrest, zum Zuchthaus. Den zote» Hannöv. Fähnr. Hr. v. Scheiden, l. i s. Adl. a. d. O.N. Capit. Hr. v.Rauschhard, in Preuss. Diensten gest. l. t. Strals. Den giten Hrn. Kaust. Roth u. Hess, k. v. Hannöv. l. i. Strals. Den iten Febr. Stud. Hr. v. Heßler, k. v. Gott. l. i. g. Engel." Musicuö "Hr. Drester, k. von Wien, l. i. Helm. Holland. Thor: Den 26ten Januar. Kaufm. Hr. Laporte, k. von Carlshafen, log. i. h. Mond. Den 27ten Hr. Capit. Mathias, v. S» Nall. Grenad. Reg. l. b. Hr. Lieut. Walther. Den 28wn Preuß