w. I. C. G. Taspavsott, der Historie und schönen Miss. O. £>. Lehrer / des königl. Histor. Instituts zu Göttingen Mtglied, wird an der Mittwochen und Sonnabends von 9 Uhr an, nach deö Boileau art poetique, die allgemeine Regel der Dichtkunst erklären, die besondere Charaktere der verschiedenen Gedichte bestimmen, und deö Horatz Artetii poeti- cam an den gehörigen Orten damit vergleichen. Diese ganze Theorie wird, wie im verflosse ­ nen Winter die Redekunst, durch Exempel der besten Dichter erläutert, und werden die Deut ­ schen, in Verbindung mit ihrer kritischen Geschichte dazu vorzüglich dienen. Man wird sich deö zu Magdeburg herausgekommenen Becueil des poesies irancoiies bedienen, in welchem obiges Lehrgedichte enthalten ist. Nachdem man die allgemeine Geschichte nunmehr geendiget hat, so wird diesen Sommer nach Herrn Gatterers Handbuch der Umversalhistorie in den ge ­ wöhnliche» Nachmittagöstunden, von z biö 4 Uhr, die Geschichte der alten Staaten bis auf den Ursprung der meisten Europäischen Reiche erzählet werden. Uebrigenö ist man zu Vorlesungen über andere besondere Theile der histor. oder schönen Wissenschaften allezeit bereit. Ausser dem ist man in jedem halben Jahre, zu einer Vorlesung über Sultzers Encyclopädie willig. Rudolph Erich Raspe/ Fürst!. Rath und Professor der Alterthümer/ wird in bevorstehendem Sommer-Halben Jahre, 2 mal die Woche die Dammische Mythologie für Künstler und andere Liebhaber, und 2 mal nach eignen Sähen die Numismatik erklären. Auch wird er in Erklärung ausgesuchter Stücke der englischen Litteratur fortfahren. jf. pistor, Hauptmann bey dem löbl. Feld-Artilleriecorps/ wird dieses Som ­ mer-Halbejahr die praktische Geometrie lehren, und hierin insbesondere Gegenden zu zeich ­ nen vornehmen. In der Kriegsbaukunst wird er die Special- Grund- und Lehrsätze nach seinen Dictatis erklären, und zugleich Risse von Lagern und FeldVerschanHungktt wie auch von FestUNgett/ nach Angebung der berühmtesten Ingenieurs verfertigen lassen. In der Mahler- Bau- und Bildhauerkunstacademie. Werden die bey solche bestellte Herren Professoren , in ihren bekannten Arbeiten und Ue- bungen fleissig fortfahren, unb die Liebhaber dieser Künste getreulich noch feruer anzuführen su ­ chen, so, daß theils die Anfänger, theils diejenige, welche schon einige Fortgänge gemacht haben, zu allen ihren Absichten die fürtreflichste Gelegenheit finden. Auch diejenigen, welche entweder Ln allerhand Leibesübungen, reiten, fechten, tanzen, oder aber in der französischen, italiänischen und englischen Sprache Anweisung suchen, finden bey den fürtreflichsten Meistern hierzu alle erwünschte Anleitung. Cassel dm rZ. März 1768. V'rJ ruz