•fUS* ( 142 ) fn denen bischerigen Kriegs-Jahren in Unsere Lande eingeschlkchenegeringhaltigeMünh- Sorten immermehr zuwachsenden allzugroßen Schadens, mit dem Müntzwesen überhaupt eine Verbesserung vorzunehmen, und dabey zugleich mit vor die Entfernung derer schlecht testen dorren zu sorgen, wie von andern benachbarten Reichs-Ständen auch zum Theil bereits geschehen: Als setzen und ordnen Wir aus Landeövätterlicher Vorsorge vor daö Wohl Unserer getreuen Unterthanen hiermit gnädigst und Ernstlich : t i) Daß, so wie bey Unsern sämtlichen Ollen, also auch überall im Handel und Wandel fürohin ein und derselbe Geld-Loun beobachtet, und darunter ferner einen Unterscheid zu machen durchaus nicht gestattet werden soll. 2) Ist vom ersten Tag nächstkünstigen Monaths Aprilis an damit derogestalt der Anfang zu machen, daß sogleich von solcher Zeit an, die nachtpsLiticlrce Geld-Forcen anders nicht, als in nachfolgenden Werth, weder angenommen noch ausgegeben werden mögen,nemlich i) Alle Chur-Braunschweigische Scheide - Müntzen, als 4. Ggr, 2. Ggr., i.Ggr. und 6. Pf. Stücke gelten vor wie nach vor voll, und werden in allen Herrfchafftli- chen Lallen also angenommen. 2) Die vollwichtigen Ducunn vor 2 Rchlr. 26. Alb. 8 Hlr. 3) Die wichtige alte Louis dor und andere gute Fünf Rthlr. Stücke vor s. Rthlr. 4) Die Schild-oder neue Louis dor, so 24 Frantzösische Livres betra ­ gen , vor 6. Rthlr. 2. Alb. 0 Die neue Frantzös. Laubthaler vor i Rthlr. i6.M. 6. Hlr. 6) Die alte Frantzösische harte Thaler oder sogenannte Louis blancs vor 1. Rthlr. io. Alb. 8. Hlr. Die halben Thaler oder r. Gulden, uem Gulden Stü« cke nach Proportion. Die Brandenburgische, Sächsische und Lüneburgische z. Stück vor 24. Alb. Die Preußische halbe Gulden, so wie sie bishero ausgepräget worden, vor 6. Alb. 8. Hlr. Die Braunschweig -Wolsenbüttelische halbe Gulden mit dem Pferde vor 9. Alb. Die mit dem C aber vor s. Alb. 8. Hlr. Die Sächsische hal ­ be Gulden mit dem Pohlnischen Gepräge vor 4 Alb. 3 Hlr. Und die geringere Mün- tzen von gleichem Schlag, nemlich die \ und i Fl>, oder die zu 4. und 2 Ggr. aus- gemüntzte Stücke in eben der Proportion, sodann Ein alter Franckfurther Batzen vor l. Alb. 3. Hlr. 3) Hingegen werden die Mecklenburgische und Stücke, nebst übrigen geringen Scheide-Müntzen, ingleichcn die Anhalt- Bernburger und Anhalt-Zerbster 4. und ^ Stü- cke, wie auch die Schwedisch-Pommerische ^.und^. Stücke, auch alle übrige geringere auswärtige Scheide, Müntzen gäntzlick verrußen und ausser Lours gesetzet. 4) Damit es aber doch Unsern getreuen Unterthanen nicht etwa an Gelegenheit fehlen möge, solcher schlechten Müntz-8vrren loß zu werden ; So soll einem jeden, welcher solche außerhalb Landes anzubringen nicht vermag, erlaubt seyn, dergleichen Sorcen bey Un ­ serer Müntze zum Einfchmeltzen einzulieffern, da dann die Marck sein Silber, welches sich nach derProbe beym Einschmeltz n darinnen finden wird, mit iss. Fl. in hiesiger vollgültigen Mehrung, insoweit keine andere besondere Liefferungs-eonrmHe geschlos ­ sen worden, sofort baar bezahlet werden: Ware aber das Silber allzusehr mit Kupfer versetzet, und zum Ausmünhen, ohne Zusatz feinen Silbers, nicht zuvermüntzen; So müssen diejenige, so in Quantiuiten, nemlich über 25. Marck, auf einmal liejfcrn,