OL&f) ( Z 72 ) 3) Man thut hiermit denen Liebhabern der Antiquitäten, zu wissen, daß alhier im Golde ­ nen Engel, eine Anzahl von 80 Stück raren in Meßing gegossenen Medaillen , nebst so Stück -rnri^uen-Steinen, woraus Kayser undKayserinncn, Hcydnische Götter und an ­ dere Dinge, die Heydnische Religion betreffend, abgebildet, zu verkauffen sind. Die Steine sind Carniolen, Lalcedoines, Sardoines, Agatheonix, blême d’Emeraude unÖ andere dergleichen mehr. Dabeneben sind auch zu verkauffen, 40 Stück kleine Statuen von Bronze, welche die Hauß- Götter der Römer vorstellen, wie auch unterschiedliche Sinnbilder deren Religion betreffend. Der Eigenthümer dieser Antiquitäten, will solche vor eben den Preiß, wie er selbige in Rom bezahlt hat, überlassen. Er logirt alhier im Gasthause zum Goldenen Engel, in der 2ten Etage. 4) Es wollen des verstorbenen Kauft und Handelsmanns, Johannes Hoffschlagers Erben, ihre ungehörige Berg-Theile, zum Clausthal, in Chur-Hannoverischen gelegen, an den Meinstbietenden gegen baare Bezahlung verkauffen; Wer solche zu kauffen Lust hat, kan sich bey dem (Iuratore Hrn. Secrétaire Ballauff in Münden, oder alhier in Cassel in der Untersten Marcktgasse, in der verstorbenen Wittib Rauschin Behausung, bey Herrn Bernhardt Hoffschlager , melden und die Condkiones vernehmen. 0 Bey Hrn.Peltzer in der Obersten Gasse, ist guter Riegaischer Flachs, 9 Pfund vor i Rthlr. ordinaires 10 pf. vor 1 Rthlr. zu haben. 6) Mit Verkaufs, Schlucken und Speck wird zwar contknuirt, es geschiehet aber solches nicht mehr im Schlachthause, sondern an Hof bey der Küchstube, woselbst also dieKäuf- fere sich zu melden belieben. 7) Bey dem Konditor Hrn. Fischer, auf der Oberneustadt, sind zu haben, gute gross Rosinen , 9 Pfund vor 1 Rthlr. auch spanische Pruncllen 7 Pf. vor 1 Rthlr. auch von allen Sorten eingemachte Früchten und Backereyen, wie auch extra sein Provancer Oehl. 8) Zu Marburg, im Teutschen Hause, sind 150 Stück gute fette Häme!, zu verkauffen. 'Wer darzu Lust hat, kan sich allda im Teutschen Hause, melden. 9) Es hat jemand, ein wohl-conditionirtes Clavier mit einem 2elelHn>Zug, wie auch zwey Oavid5Harffen, nebst ein Pedal und einem kleinen Berliner clavxymbel, zu verlassen. Der Verleger gibt Nachricht. 10) Bey Hrn. Bindernagel, in der untersten Ziegengasse, sind frische Maronen, das Pfund s Albus 4 Heller, wie auch grosse ital. Castanien zu bekommen. 11) Bey dem Schreiner, Meister Ditzel, hinter dem Rathhanse^ in des Herrn Fischer junior Nebenbehausung, sind Comtoirs: Kommoden, wie auch Stühle mit und ohne Rohr, Kleidersibräncke, mit zwey und einer Thür, Beltspannen, Tische, Canapées, um bil ­ ligen Preist zu verkauffen. Cura