1. Abteilung. Die Handschriften ohne Bildschmuck. 1. Griechische und lateinische Schriftsteller des klassischen Altertums. 1. Thucydides De bello Peloponnesiaco (griedm) 20; Mss. hist. s. Beschreibung: Papierhandschrift. Nach Duker: charta bombycina d. h. Seiden-, besser Baumw0llen- papier. 183 Blätter (nachträglicher Foliierung). Der eigentliche Text beginnt mit Bl.9P, hier ist der ursprüngliche Anfang, ersichtlich aus der Bezeichnung der alten Quaternionen mit den griechischen Zahlzeichen (a-xß I 1-22, einzelne allerdings abgerissen oder über- klebt), diese stets auf dem letzten Blatt der Lage (16 v, 24 v, 32 v, 40 v, 47 v, 55 v, 63 v, 71 v, 79 v, 87 v, 95 v, 103 v, 111 v, 119 v, 127 v, 135 v, 143 v, 151 v, 159 v, 167 v, 175 v, 183 v. Die Lage e hat nur 7 Blätter). Außer der nachträglichen Foliierung auch noch eine nachträg- liche ältere Seitenzählung Bl. 9 P ff. I l-350 und eine moderne Bezeichnung der Lagen mit 01'" bis y "4. Blattgröße: 33X25 cm, Schriftspiegel: 23,5)(16,5 cm ohne die reichen Randbemerkungen (rot und schwarz), die stellenweise den ganzen sonst freibleibenden Rahmen ausfüllen; außerdem auch interlineare Zusätze. Durchschnittlich 37 Zeilen. Schrift: (nach den von Wattenbach geprägten Bezeichnungen) in der jüngeren Minuskel des 13. J ahr- hunderts, während die Zusätze mehr dem Charakter der jungen Minuskel ähneln. 'I'ext. - Scholien: Sie beruhen in der Hauptsache auf den atticistischen Grammatikern und Lexikogra- phen Aelius Dionysius und Pausanias und sind wohl im 4.-6. Jahrhundert fixiert. Sie finden sich wie in andern Handschriften auch im Cassellanus als Randglossen. Über sie äußerte sich schon Duker in der Praefatio; eingehender untersuchte sie Poppo 1825 (II, 1. S. 66 ff.) und nach ihm Doberentz 1876, der zu dem überraschenden Ergebnis kam, daß die gute Tradition des Cassellanus nicht aus seiner Textvorlage, sondern aus seinen Schollen herstamme. Beigaben: 1. Vita Thucydidis, auf den ersten beiden Blättern von sehr viel späterer Hand hin- zugefügt und zwar in der Fassung eines Anonylnus, wie sie sich auch in der Pariser Hand-