ALTE FULDABRÜCKE. Rekonstruktion von E. Wenzel. BRÜCKEN. Alte Fuldabrücke. Holzbrücke. Erster Bau. Die Bedeutung Cassels als Kreuzungspunkt mehrerer wichtiger Handelsstraßen und als Marktsiedelung wurde verstärkt durch den hier vorhandenen Übergang über die Fulda, der für eine lange Strecke die einzige Straßenüberführung über den Fluß bildete. Diese wichtige Brücke, die im Zuge des Verkehrs von Sachsen zum Rhein lag, hatte ihren Platz zwischen der Ausmündung der alten Leipziger Straße auf der Unterneustädter Seite und der Einmündung der Fuldagassen auf der Altstadtseite. Die Erbauungszeit ist nicht bekannt} Erwähnt wird die Brücke zuerst 1336, in welchem Jahr von einem Erbe die Rede ist, „daz da was her Henrichis Hobe- mannis unt firn Gerdrude siner el. wirtdin, di da sazin in der nuwin stat zu Caßele an dir siet der brucgin"? Über das Aussehen des Bauwerkes ist nichts bekannt; doch kann es sich wohl nur um eine Holz- konstruktion gehandelt haben. Denn die Lebensdauer der Brücke war sehr beschränkt. Ausgangs der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war sie so schadhaft, daß ihr Neubau beschlossen wurde. Ob die Baufälligkeit eine Folge des Hochwassers von 13423 war} ist nicht festzustellen. 1 Rogge-Ludwig, Fuldabrücke, nimmt Ende des 13. Jahrhunderts an. Piderit, Cassel S. 33 hält die Brücke für gleichaltrig mit der Unterneustadt. Gümpell, Fuldabrücke, verlegt den Bau in die Mitte des 13. Jahrhunderts und glaubt, daß bereits früher eine Holzbrücke vorhanden war. Nebelthau, Denkwürdigkeiten I S. 273, ist der Ansicht, daß die Brücke „ohne Zweifel schon in allerältester Zeit hier stand und, aller Wahrscheinlichkeit nach, auch zur Erbauung der Burg die nächste Veranlassung gab". Hessenland II S. 44: „Die Unterneustadt wurde an Stelle des Dorfes Fuldahagen unter der Regierung Heinrich des Kindes von Brabant in den Jahren 1288 bis 1293 erbaut und befestigt. Eine Holzbrücke führte über die noch jetzt sichtbaren steinernen Pfeiler oberhalb der jetzigen Fuldabrücke". 2 Landesbibliothek Cassel Mscr. Hass. 2" 109. 3 Dilich, Chronica S. 120. 4 Nebelthau, Denkwürdigkeiten I S. 299. aaaaaaaa-ar-Jaaaa 2121224