99429aaezc-aacyaaaaacaacycaazycwc-ycweßza Wilhelmshöhe. QQEESEQESQESQEEEEEEQEQQEQESQ überall die Gewände von den Futterrahmen abgewichen sind." Die bauliche Untersuchung Ende 1855, die der Fürst anordnete, ergab, daß die auf natürlichem Fels ruhenden Fundamente einwandfrei waren und die zutage getretenen „Defekte in einer Ungleichmäßigkeit des Mauerwerks und in der zum Theil sehr geringen Widerstandsfähigkeit des verwendeten Materials ihre nächste Veranlassung haben. Die sehr starken Mauern des Thurmes bestehen innen und außen aus Quadern, während der Kern der Mauern aus unregelmäßigen Steinen s. g. Füllmauerwerk besteht, wodurch der größte Theil der Belastung auf die innere und äußere Quadersbekleidung zu stehen kommt." Der Mangel an Bindern und die Verwendung des weichen, aus dem benachbarten Hüttenberge stammenden Steinmaterials stellte sich als so nachteilig heraus, daß die zum Teil verwitterten Frontquader nicht nur ausgewichen, sondern an Stellen von der Auflast zerdrückt waren. Glaubte man anfangs mit Ankern über den Balkenlagen auszukommen, so mußte man sich schon bald zur Einfassung des Mauerzylinders mit eisernen Reifen entschließen und wurde, als während dieser Sicherungsarbeiten der wahre Zustand des Turmes zutage trat, so ängstlich, daß man sich zur einst- weiligen Vermauerung eines Teiles der unteren Fenster verstand. Von den späteren lnnenarbeiten sei die Neuausstattung des Rittersaales vom Jahre 1860 erwähnt} Die Burg setzt sich aus einer Reihe ohne Unterbrechung aneinandergefügter Einzelhäuser zu- sammen, die einen etwa 45 m langen und 18 m breiten Hof umschließen. Mit der Längsachse von Südost nach Nordwest gerichtet, besitzt die gestreckte Bauanlage auf. jeder der beiden Schmalseiten einen Zugang und auf der Westecke eine zum Marstall führende Einfahrt. Nordöstlich schiebt sich die Anlage bis an den Rand des steil abfallenden Plateaus vor. Die übrigen Fronten umzieht ein trockener verwachsener Graben, von einer mäßig hohen Mauer umgeben, die am Nordende an die Burg anschließt und an der Ostspitze in einen verfallenen Turm ausläuft. Der weithin sichtbaren Nordostfront legt sich im Erdgeschoß ein beschränkter Altan vor. Daß für die Festlegung des Grundplanes die Rücksicht auf die malerische Wirkung bestimmend war, ist an keiner Stelle zu verkennen. Auf die Ausgestaltung herrschaftlicher Gemächer für den Burgherrn ist nicht mehr Bedacht genommen als auf die Erzielung brauchbarer Wohnräume für seine Kavaliere und Diener. Ein einheitliches Dach ist ebenso vermieden wie eine durchlaufende Fassade. Gleiche Mannigfaltig- keit wie im Grundriß herrscht im Aufbau. Vor- und Rücksprünge, Giebelaufbauten und Erker, Türme, Wehr- gänge und Zinnen lassen die Tatsache, daß die Wohnflügel durchweg zweigeschossig ausgefallen sind, äußerlich nicht auf den ersten Blick erkennen. An einzelnen Stellen weisen die nur ungenau im rechten Winkel aneinandergefügten Flügel schwache Knickungen auf. Das in horizontalen, aber nicht gleich hohen Schichten zusammengesetzte Mauerwerk besteht aus Tuffstein, seine Architekturteile in Ausnahmefällen aus rötlichem Sandstein. Die Dächer sind mit Schiefer gedeckt. Die Mitte des südöstlichen Flügels nimmt der Torturm ein, der im Unterstocke den mit Zug- brücke und Fallgatter gesicherten Durchgang und in den beiden oberen Geschossen das „Burg Verlies" und die Wächterstube enthält. Den rechteckigen Kern des schlichten Baukörpers fassen an den Kanten vier runde Flankentürme ein. Der über einem Wehrgang sich erhebende Mittelteil trägt Zinnenkranz mit turm- bewehrten Ecken und mäßig hohes Zeltdach. Als plastischen Schmuck besitzt die Vorderfront über der rundbogigen Toröffnung einen bärtigen Kopf mit Nimbus und im fensterlosen Mittelgeschoß ein Wappen in Kartouchenrahmen mit doppelter Helmzier, das auf den Diagonalfeldern des geviertelten Schildes den springenden Löwen, das Symbol der Burg, und am unteren Rande die Jahreszahl 1495 zeigt. Ein Gitter- helmohne Wappen ist auf der Hoffront des Turmes ausgehauen. Vom Wehrgang führt beiderseits ein hoher freistehender Bogen mit Eisengeländer auf der wagerechten Abgleichung brückenartig zu den Ober- geschossen der Seitenbauten hinüber. Dreikantig springt aus der Vorderfront neben dem Burgtore der niedrige Pförtnerbazi heraus, am Vordereck durch einen kleinen Rundturm geschützt. Der Südostflügel selbst wird an Tafel 159- 1 Löwenburg- 1815, S. 175i. Entwurfszeichnungen zur Außenarchitektur von v. Dehn und zur Innendekoration von Engelhard auf- Hofbauamt Wilhelmshöhe. 2 Strieder, Weißenstein, 8.42.