232 Wirmighausen Wirmighausen Dorf an der alten Landstraße Korbach—Flechtdorf—Adorf. Haufendorf, in dem engen Tale der Wirme gelegen. 457 Einwohner. Duellen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden ab 1512. Flechtdorfer Urkunden ab 1168. Landregifter 15Z7 u. 1541. Salbücher 1662 u. 1686. Meßregister 1754. Langenbeck; Nachlaß. Literatur, w. Classen 271. L. Lurtze 65!. o.Ulettenberg Mskr. 1758, T. l Kap. II 8 4. Mooger, Flechtdorf, US. svarnhagen Mskr. fehlt.) Wests. US. Karten und Pläne. Flurkarte 18. 5H. und Forstkarte von £. Gutheim 1791 im Staatsarchiv Marburg. wrimarinchusen (1194), winemarchusen (1248), winemarinchusen (1263), winemarenchusen (1326), wirmenchusen (1394), Wermickhusen (1407), wermchusen (1460), wermichusen (1507), wermickhusen (1537), wirmigkhausen (1600). — 1043 besaß bas Stift horhusen (Riedermarsberg) den Zehnten. 1101 schenkt Gras Lrpo von Padberg dem von ihm gegründeten Kloster Boke, das bald darauf nach Flechtdorf verlegt wurde, ein Gut in w. Um 1168 erwirbt Kloster Flechtdorf einen Hof daselbst. 1194 nennt Erzbischof Adolf von Köln unter den Gütern des Klosters Flechtdorf zwei Güter in w. 3m gleichen Jahre Streit zwischen Kloster Flechtdorf und den von Padberg um einen Besitz in w. 1219 erwirbt Kloster Flechtdorf ein weiteres Gut in w. 1248/51 hat Bernhard von Val- wigk den Zehnten als Lehen der Waldecker Grafen, diese wieder als Torveysches Lehen. Beide übertragen ihre Rechte und den Zehnten auf Kloster Flechtdorf und erhalten dafür das Gut Lengefeld. 1263 übertragen Kloster Eorvey und der Propst von Paderborn den Zehnten, auf den Graf Adolf von waldeck verzichtet hat, auf Kloster Flechtdorf. 1293 verpfändet Graf (Dtto von waldeck seine Einkünfte in w. den von Padberg. 1326 schenken die Brüder von Scarpenberg ihr Gut in w. dem Kloster Bredelar. 1366 Bestätigung dieser Schenkung durch Johann von Scarpenberg. 1344 verkauft Hermann von Adorf dem Kloster Flechtdorf ein Gut in w. 1394 erheben die von Padberg Ansprüche auf einen Hof, der dem Kloster Flecht. dorf gehört. 1407 verpfänden die von Stroet ihren Hof in w. dem Kloster Flechtdorf. 1515 erbaut Kloster Flechtdorf in w. eine Zehntscheune. 1537 und noch 1578 gehört der Zehnte in w. dem Kloster Flechtdorf, die Höfe den Klöstern Flechtdorf und Bredelar. Der Zehnte der vödinghäuser Mark gehört den von Canstein, der Zehnte aus der Böringhauser Grund dem Kloster Stadtberge (Gbermarsberg). w. gehörte zum Amt und Freistuhl Mengeringhausen und zum Gogericht Flechtdorf. 1525 haben die von vitmerkusen, 1534 die von Gogrebe, 1565 die von Eppe hier Besitz. 1553 verkauft Kloster Flechtdorf ein Gut in w. der Kirche zu Adorf, 1564 gleichfalls an Dietmar Leußmann zu Korbach. — 1738 46 Wohnhäuser, von 1816—66 gehörte w. zum Dberamt der Twiste. Kirche Ev., Filial von kldorf. Kirchenbuch. Eintragungen ab 1648 im Kb. Adorf. (5e[(f)tci)te. Unter 6 bt Herrmann Frowpn von Flechtdorf (1457—80) wurde in w. eine Kapelle gebaut und geweiht. Kloster Flechtdorf stiftete dazu 20 Goldgulden, w. gehörte vor der Reformation zum Archidiakonat horhusen (Riedermarsberg) und Bistum Paderborn. Die Kapelle war ursprünglich Filial von Flechtdorf, 1543 und später von Adorf. — Die gegen, wältige Kirche wurde 1906—08 neu erbaut.