230 willingen willingen Dorf an der Straße Korbach—Brilon und an der Bahnlinie wabern—Brilon-Wald. Straßendorf im oberen Tal des Itterbaches. 1046 Linwohner. «Duellen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden ab 1484. Kopiare. Landregister 1537 u. 1541. Salbuch 1664. Langen- deck; Nachlaß. Literatur, w. Classen 274. L. Lurtze 644. v. Klettenberg Mskr. 1738, T. l Kap. Il §12. Seiberts US. Varn» Hagen Mskr. viering, Bausteine zur Kirchengeschichte de; Kirchspiels Usseln, tbesch. Bl. Bd. 35 S. 101 ff. Geschichte. Wildingen (1380), wildqngen (1502), wpldinghen (1537), willingen (1571). — 1380 hatte die Kirche 5t. Lpriacus in Gesecke in w. Besitz. Das Darf war 1388 waldeckische Grenzfeste nach Kurköln. 1408 verkaufen Graf Adolf von waldeck und sein 5ohn Otto die Hälfte des Zehnten an Tppeln heinricus, Bürger zu Korbach. 1497 war das Dorf wüst. Es lag ursprünglich unterhalb des jetzigen Dorfes und wurde später „Alten-Wildingen" genannt. 1518 haben die Waldecker Grafen Einkünfte in W. 1537 gehört das Dorf zum Waldeckischen Amt Lisenberg, zum Gogericht Flechtdorf und Freistuhl Usseln. Die Hälfte des Zehnten hat volpert von Bernikhusen als waldeckisches Lehen, die andere Hälfte gehört dem waldeckischen Kanzler Wendelin Eolbecher. Diese habe früher dem Hospital zu Korbach gehört und sei im Jahre 1540 von volpert von Bernikhusen eingelöst worden. Diesem gehört auch die Mühle daselbst. — 1738 55 Wohnhäuser. 1847 großer vorfbrand, dem 40 Wohnhäuser und die Kapelle zum Opfer fielen. Uirche Cv.. Zilial von Usseln. In Vorfmitte. Sie steht mit dem wcstgiebcl frei an einer mit der Hauptstraße gleichlaufenden Nebenstraße. Kirchenbuch - Eintragungen ab 1644 im Kb. Usseln. Geschichte. Eine Kapelle „Unserer lieben Frauen" bestand bereits 1541. 5ie war Filial von Usseln. 1663 wird der Glockenstuhl abgenommen. 1667 erhält die Kapelle einen neuen Turm durch Zimmermeister Laurentz Tillenz aus Brilon. Die Kapelle wird im gleichen Jahr umgebaut. 1760 wird eine neue Kanzel geschaffen. 1763 Wiederherstellung der Kapelle und neues Gestühl. Bei dem großen vorfbrand von 1847 wird auch die Kapelle vernichtet. Neu ­ bau 1849/51. Einweihung 20. Januar 1852 durch Pfarrer Julius 5teinmetz. Begräbnisstätte für die Gemeinde war bis 1827 auf dem Friedhof zu Usseln. In diesem Jahre Anlage eines eigenen Friedhofs. Bestand Grundriß, (Abb. 81). Rechteckiger Saal; der Windfang an der 5üdseite modern. Taf. 111 ' Au tri ß. Außeres. 5andsteinbau in Biedermeiercharakter, modern verputzt, über breitem Plattensockel. An den Langseiten je drei schlicht eingeschnittene Rundbogenfenster mit in Platte und ausgekehlter Platte profilierten Kämpfersteinen. Jeweils das mittlere ist höher gezogen. Die Türe in der Südseite mit geradem Sturz, die in der Westseite ist rundbogig, Kämpfersteine wie oben. Uber der Westtüre ein glatter (ehemals eine Inschrift tragender?) Stein eingemau ­ ert. — Im östlichen Giebel eine rundbogige Ladeöffnung zum Dachboden. Weitausladendes hölzernes Kastengesims, es läuft als Ouergesims unter dem westlichen Giebel entlang. Sattel ­ dach mit Schieferdeckung,- an seinem westende kleiner Krüppelwalm. Darüber vierseitiges Dachtürmchen mit rundbogigen Doppelöffnungen,- verschiefert. Kastensims. Niedriger pyra. midenhelm, ins Achteck übergeführt.