220 5 udeck Zudeck Dorf an der verbindungsstraße Adorf—Eimelrod—Usseln. Haufendorf im Tale des Itterbaches (Nedenflüßchen der viemel.) 203 Einwohner. Duellen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden ab 1350. Uopiare. Zlechtdorfer Urkunden ab 1141. Landregister 1537 u. 1541. Salbuch 1684. Meßregister 1762. Langenbecks Nachlaß. Literatur, w. Classen 271. L. Turtze 642. o. Ulettenberg Mskr. 1738, T- I Uap. ll § 12. varnhagen Mskr. Wests. UV. »arten und Pläne. Zlurkarte 18. Ih. im Staatsarchiv Marburg. Qjefcfyicfyte. Sudwich (1141), Sudewick (1194), Sudwic (1313), Zudick (um 1350), Zutwilr (1380), Zudick (um 1400), Sudeck (1537). — 1141 gibt Lrzbischof Arnold von Keiln Lehen in S. dem Klojtcr Flechtdorf. 1194 hat Uloster Flechtdorf in §. einen Hof mit 3 kaufen. 1313 haben die Gebrüder von Bredenole einen Hof mit 3 kaufen. 1313 haben die Gebrüder von Bredenole einen Hof in S. als gräfl. Arns. bergisches Lehen. Um 1350 gehört das Dorf dem Uloster Torvei). Die Hälfte des Zehnten sowie ein Gut haben die Gebrüder von Scharpenberg von Torvei) zu Lehen. Die andere fjälftc des Zehnten hat Henrich von Adorf als waldeckisches Lehen. 1380 besitzt die Uirche St. Tqriacus in Gesccke ein Gut in 5. 1394 verzichten die von Padberg zugunsten des Ulosters Flechtdorf auf ihren Besitz in 5. 1508 gestattet Graf Philipp III. seinem Uanzler lvendelin Lolbecher, die den von Horhusen und von DalwigK in S. verpfändeten Höfe, Güter und Zehn ­ ten einzulösen. 1537 gehört der Zehnte den von Padberg und den Waldecker Grafen. Diese haben ihren Anteil dem waldeckischen Uanzler lvendelin Lolbecher verschrieben. Die Höfe ge. hören den von Padberg, den von Twiste, den Schreiber und Uloster Flechtdorf. S. gehörte zum Amt des Lisenberges, zum Gogericht Flechtdorf und Freistuhl Schweinsbühl.— 1730 wurde in S. ein fürstliches Jagdschloß „Larlsruh" von Fürst Larl von lvaldeck in Giebringhäuser Marmor erbaut. 1781 kam dieses in den Besitz des Herrn von Beins, eines natürlichen Sohnes des Erbauers. 1789 wird es als verwüstet genannt. 1790 abgebrochen. — 1738 standen außer dem neuerbauten Jagdschloß in S. 22 Wohnhäuser. Uirche To., Filial von Adorf. Sie steht inmitten der Dorfes auf dem ehem. Friedhof, der gegen die nördlich entlang führende Straße durch eine Duadermauer abgestützt ist. »irckenbücher ab 1648 in der Pfarrei Adorf. Ee^äslchle. Die Rapelle war bereits 1543 Filial von Adorf. — Spätromanisch, wahrschein, lief) schon 13. Ih. Portal bereits frühgotisch. Fenster der Südseite in der Barockzeit erweitert. Emporen und Ausstattung 1663—1703. Bestand Grundriß. (Abb. 76). Rechteckige Anlage mit zwei quadratischen Jochen, romanisch. Aufriß: Außeres, verputzter Steinbau mit hochliegenden, rundbogigen Fenstern in Schräg ­ laibung, die der Südseite erweitert. An der Rordseite Türe mit spitzbogigem, geradem Ge ­ wände. Benagelte Brettertüre mit Eisenring und altem Schloß. Dachüberstand verbreitert. Satteldach in deutscher Schieferdeckung. Uber dem westlichen Firstende vierseitiger Dachreiter mit achtseiligem Helm, verschiefert.