218 Strothe Strotfje Dorf an der Strafe« Korbach—Höringhausen—Sachsenhausen. Haufendorf in welligem Gelände im «yuellgebict der werbe. 22b Einwohner. Duellen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden ab 1251. Kopiare. Landregister 1537 u. 1541. Salbu* J682. Lan- genbeck; Nachlaß. — 3m Schulhaus in S.: Extractus manualis der Kirche zu Strothe von 1639—1661. Literatur, w. Llassen 273 f. L. Lurtze 654. v. Klettenberg Mskr. 1738, T. I Kap. ll 8 5. varnhagen Mskr. Geschichte. Strod (1338), $trut (1347), Strutt (1401), Stroth (1510), Strote (1537), Stroitt (1541), Strotha (1738). — 1251 verkaufen die von Gudenberg ihre Güter zu St. an Kloster Volkhardinghausen. 1338 verkaufen die von Itter Güter daselbst an Kloster werbe. Der von Gerold von Osterhausen verpfändete Zehnten wird 1347 von Graf Otto von waldeck eingelöst. 1361 löst dieser auch einen ijof der Gebrüder von Gsterhausen daselbst ein. 1401 waldeckisches Lehen der von der Strutt. 1510 gehört St. zum waldeckischen Rmt Landau. 1520 verpfändet Graf Philipp von waldeck dem Johann von lv'olmeringhausen und seinen Erben das Dorf St. mit aller Gbrig- keit und Gericht für 200 Goldgulden. 1574 bestehen daselbst 11 Höfe, die von valwigk und von Gudenberg haben daselbst Besitz. Nach dem Russterben der von wolmeringhausen im Jahre 1635 fiel das Lehen an die Waldecker Grafen zurück. 1738 gehörte St. wiederum zum tlmt Landau, 1816—66 zum Gberamt der werbe. — 1738 23 Wohnhäuser. — Zwischen Strothe und Höringhausen verlief die Korbacher Landwehr, die 1579 erwähnt wird. Bei St. lagen die ausgegangenen Grte wammirchausen und Schmal-Strote. Kirche Ev., Zilial von Meineringhausen. Sie steht am Südrande des Dorfes an einem kleinen Platz südlich der Dorfstrafee. Kirchenbücher ab 1734 in der Pfarrei Meineringhausen. Geschichte. 1571 war das Dorf nach IReineringhausen eingepfarrt. Ende des 16. Ih. jedoch eigene Pfarrei. Patronat hatten die Waldecker Grafen. — Die Kirche wurde 1652/53 in Fach ­ werk neu erbaut, vollständig erneuert 1935: aus dieser Zeit Chor, Dachreiter, Türe und Fenster. Bestand Grundriß. (Rbb. 75). Barocke Saalkirche über Rechteck, mit quadratischem, etwas ein ­ gezogenem Gstchor. Taf. 104' Kufriß: Außeres. Fachwerkbau über abgeschrägtem Sandsteinquadersockel. Im Norden Türe mit schlichter Pilasterumrahmung,- der gerade Sturz in doppelter Platte, Wulst und Kehle profiliert. Die schlichte Bekleidung der flachbogigcn Fenster mit Ghren. In der West ­ wand zwei kleine rechteckige Fenster. — Der Westgiebel verschalt. Das Dachgebälk mit ge, rundeten Füllhölzern. Offener Dachüberstand. Satteldächer in Pfannendeckung mit Schiefer, fassung. Rm Westende des Firstes ein vierseitiger Dachreiter mit pqramidenhelm, verschiefert. Inneres. Schlichter Raum mit flacher Decke über Rlittelunterzug. Vieser auf zwei gefasten Vierkantstützen bzw. einer gefasten wandstütze an der Thorostwand. Im Schiff als Übergang der Decke zu den Langwänden eine große Kehle, im Thor freiliegende Knaggen. Der Triumph, bogen im Korbbogen geschlossen. Daneben rechteckiger Wanddurchlaß für die Kanzeltreppe.