216 Stormbruch Stormbruch Dorf an der von heringhausen über (vttlar und Rattlar nach Usseln führenden Nebenstraße, Haufendorf in welligem Gelände. 284 Einwohner. Quellen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden ab 1316. Ropiare. Landregifter 1537 u. 1541. Salbuch 1667. Langen- becks Nachlaß. Literatur, w. Llasfen 272. L. Lurtze 643. v. Rletteuberg Mskr. 1738, T. I Rap. II 8 12. varnhagen Mskr. Wests. UV. ( 8 e^chtchte. Sturibrocke 0052), Storrenbrock (1168), Sturebroke (1217), Storembruch (1316), Stormbrok (um 1350), Stormbroech (1540). — 1052 erwirbt das Kloster 5t. Petri und Pauli in Paderborn ein Gut in 5t. in der Grafschaft des Grafen Lrpo. Der Bischof von Paderborn bestätigt ihm den Besitz. 1168 bestätigt Erz ­ bischof Philipp von Köln dem Kloster Flechtdorf den Besitz einer k)ufe in 5t. 1217 besitzt Kloster Flechtdorf ein Gut in 5t., das 1232 von Ritter Bernhard von Dalwigk verwaltet wird. 1316 gibt Graf Heinrich von Waldeck den Zehnten von 5t. dem Kloster Reu-Guistelberg. Um 1350 hat Johann von Padberg den Zehnten von Torvep zu Lehen. 1537 gehört der Zehnten den von Padberg, ftöfe haben die von Padberg, Kloster Flechtdorf und Kloster Rb- dinghofen. Zwei ftöfe, die den Waldecker Grafen gehören, sind dem Kanzler wendelin Lol ­ becher verschrieben. 5t. gehört zum 5lmt des Lisenberges, zum Gogericht Flechtdorf und Frei ­ stuhl Schweinsbühl. Kloster Rbdinghofen hat noch 1729 daselbst einen ftof. — 1738 30 Wohn ­ häuser. Um 20./21. Oktober 1784 brannte fast das ganze Dorf bis auf zwei Däuser nieder. Ls wurde in den folgenden Jahren unter tätiger Beihilfe des ganzen Landes wieder auf, gebaut. Kirche Ev., Filial von heringhausen. Sie steht am Südrande des Dorfes auf dem umfriedeten ehem. Friedhof. Rirchcnbuch - Eintragungen ab 1664 im Rb. heringhausen. Ee^chichle. Die Kirche ist 1526 Filial von fteringhausen. Sie gehörte vor der Reformation zum Rrchidiakonat ftorhusen (Niedcrmarsberg) und Bistum Paderborn. — Die Kirche brannte bei dem vorfbrand von 1784 vollständig nieder. Wiederaufbau 1792/96. Eingeweiht 1796. Russtattung bis 1798. Bestand Grundriß. (Rbb. 74). Barocke Saalkirche über Rechteck mit sechsseitigem Gstschluß. 2as. 105' ßufrijj: Außeres. Fachwerkbau. Die Südwand und drei viertel der Rordwand haben ein bis zu halber Höhe reichendes Sockelgeschoß aus wildem, steinsichtig verputztem Bruch ­ stein, Kalk- und Sandstein. Der Rest der Rordwand und der Gstschluß über niedrigem Stein ­ sockel. Die Westwand in jüngerer Zeit in breit gefugtem, kleinförmigem Kalksteinquader ­ werk erneuert. Darin rundbogige Türe mit barocker Brettertüre, benagelt und mit altem Be ­ schlag. In Mitte der Südwand im Sockel eine bis auf eine Lichtöffnung in Bruchstein ver ­ mauerte Türe in rechteckigem Sandsteingewände. Flachbogige Fenster mit quadratischer Blei ­ sprossenteilung. Uber Schrägbrettraufe Satteldach mit Gstwalmen, in deutscher Schieferdeckung. Rahe dem westende des Firstes niedriger vierseitiger Dachreiter mit Helm, verschiefert.