212 Schwalefeld Zehnten von fünf Höfen haben die von Vorfeld. Die ijöfe Nsterfelde und Gthmerkusen waren Lehen der von viermünden und wurden von Bewohnern von Usseln bebaut. „Lütken Schwalefelds" war ein wüstes Dorf und Lehngut der von viermünden. Sch. gehörte zum Nmt des Lisenberges, zum Baurgericht Flechtdorf und zum Freistuhl Usseln. — 1738 33 Wohn ­ häuser. — 1537 bestand bei Sch. eine Eisenhütte, die den Grafen von waldeck gehörte. 1541 war sie jedoch schon eingefallen und wurde nicht mehr benutzt. 1672 wurde unterhalb von Sch. am Itterbach ein Eisenhammer errichtet. — Oberhalb von Schwalefeld befinden sich die Überreste einer größeren Burganlage (Ubb. 70) mit starken dreifachen Wällen, wahrscheinlich eine der von Uarl dem Großen eroberten Sachsenfesten. Ein in der Nähe vorbeiführender Weg führt noch heute den Namen „Frankenpfad". Neste einer spätmittelalterlichen Herrenburg sind nicht nachweisbar, eine Burg der Schwalenberger Grafen hat hier nicht gestanden, so daß sie den Namen „Schwalenburg" zu Unrecht trägt. (Eine Burg „Schwalenberg", das Stammschloß der Waldecker Grafen, befand sich im Lippischen, in der Nähe von Bad Pyrmont.) Eine Kirche bestand in Sch. nicht. Vas Dorf ist eingepfarrt zur Kirche in Usseln. Die 5chwalenburg Mb. 70 ) Auf bewaldeter öergkuppe nordwestlich des Dorfes gelegen. Nuf oberster Bergkuppe ein ca. 2—4 m hoher Wall in ovaler Grundrißform, steiler Berg ­ abfall an der Westseite. 611 seiner Nordseite Zugang mit den Grundmauern seitlicher Tor ­ gebäude aus Schieferbruchstein ohne Mörtelverbindung und verputz, teilweise freigelegt. Nn der Südseite mehrere nach innen vorstoßende Mauerzüge, ebenfalls z. T. freigelegt. Daneben moderner Durchstich durch die Umwallung. 3m Innenfeld Mauerzüge eines Bund- und eines Nechteckturmes erkennbar. Ein zweiter Wall führt im Norden, Osten und Süden in breitem Nbstand um die innere Burg herum und vereinigt sich an der westlichen Steilhangseile des Berges mit dem Innenwall. 5ln der Nordseite wiederum eine große Toranlage mit nach innen nahezu rechtwinklig einschlagenden Mauerzügen. Ein breites heute unbewaldetes Vorschuß ­ feld ist im Norden, Osten und Süden von einem dritten mit Strauchwerk bestandenen Wall um ­ geben, der im westen wiederum mit dem zweiten und ersten Wall zusammen läuft. Nn seiner Nordseite ein Tordurchlaß, etwas unterhalb östlich davon moderner wegdurchstoß. 5ln seiner Südseite wird er streckenweise durch natürlichen Steilhang unterbrochen. Gesamtdurchmesser in Nordsüdrichtung ca. 315 m, in Ostwestrichtung ca. 240 m. Der Durchmesser der Innenburg in Nordsüdrichtung ca. 70 m, in Ostwestrichtung ca. 100 m.