208 Sachsenberg K r u 3 t f i f u s aus holz bemalt, h. (Lorpus) 0,75 m. war die Bekrönung des Kanzelaltars, bevor man einen spätgotischen Trucifixus dorthin setzte. 1708. Ehrenmal 1870/71. Schwarz auf weiß bemalte holztafel. Glocke aus Bronze, h. 0,94, 0 1,18 m. Krone mit sechs Bügeln sauf diesen Fratzen). Rm hals drei Grnamentfriese, von denen zwei aus halblrreisfeldern und einer aus Blattvoluten gebildet sind. Zwischen den Friesen zwei Inschriftzeilen (Kap.) „ZU GOTTES WORT RUFEN WIER DIE LEUT, WELCHES IHNEN DIENET ZUR SEELICHKEIT DER ST: (adt) SACHSENBERG GEHÖRE ICH, CONRAD SCHÄFER ZU HOMBERG IN HESSEN GOSS MICH MDCCXCVIII (= 1798)". Rm Schlüsse der Inschrift in Wappenfeld zwei ge ­ kreuzte Schlüssel. Zwischen wolm und Schlag kleines Kehlenprofil. Zwei Glocken, freihängend an der Südostseite der Turmhaube. Kelch aus Silber vergoldet, h. 21,8 cm. Ruf Rundfuß Balusterschaft mit flachkugeligem Ro- dus,' Kuppa in Glockenform. Unter dem Fuß zwei Stempel: als Beschau auffliegender ge ­ krönter Rdler in Hochovalfeld und als INeistermarke „ILG" (undeutlich) in vreipaßfeld. 1 . h. 19. Ih. Paten e aus Silber vergoldet. 0 13,5. Zum Kelch gehörig. Tellerform. Ruf dem Rand zwei Stempel: s. Kelch. Kelch (für Krankenabendmahl) aus Silber vergoldet. Form wie vor. h. 19,2 cm. Stempel unter dem Fuß: wie vor. 1 . h. 19. Ih. Rbend mahlskanne aus Zinn. h. 40 cm. Ruf Rundfuß kugeliger Bauch mit langem hals, Rnsguß und geschwungenem Henkel, Klappdeckel mit Knopfdrücker. Unter dem Deckel kleiner Ovalstempel: stehender Engel mit Schwert und Waage. Unter dem Boden undeutlicher Stempel. 18. Ih. Rbendmahlskanne aus Zinn. h. 37 cm. Form wie oben. Unter dem Deckel Rundstempel mit undeutlicher Umschrift, im Mittelfeld: unten springender Hirsch im Kreis, darüber Krone von zwei Figuren getragen. 18. Ih- Behälter für Rbendmahlsgeräte. Kasten in zweiflügeliger Schrankform, aus holz, mit Leder bezogen. Leder in Goldpressung, h. 39, Br. 32;5 cm. 1794. Friedhof am nördlichen Rusgang des Ortes, moderne Umzäunung. Sechs gußeiserne Grab kreuze, um 1860. Grabmal für Gustav Leppe, verst. 5. Dez. 1835' Sandstein, h. 2,30 m- gestiftet von F(riedrich) Gülich in Reukirchen 1837,- hoher quadratischer Sockel mit Inschriften, als Rufsatz kugelförmige Vase. Dar alte Rathaus (5e[(f)icf)te. Erb. 1 585. Riedergebrannt bei dem großen Stadtbrand vom 10. Rngust 1889. Es war ein dreigeschossiger Fachwerkbau auf hohem massiven Kellergeschoß als Sockel. Gber- nnd Giebelgeschosse waren stark vorgekragt. 10X15 Gefache. Rm unteren Onergebälk der öst ­ lichen Giebelseite befand sich eine zweireihige Inschrift in Kapitale (nur teilweise lesbar auf der Rbbildung bei Bickell). Rn der gleichen Giebelfront das hauptportal mit Zweiflügel ­ tür, eingefaßt durch Rundbogen mit Seilornament. Rechtwinklige Umrahmung mit doppeltem Rundstab in Seilmusterung. Rm Sturz die Inschrift: „ANNO DOMINI 1585" sowie das wal- deckische Wappen, das Stadtwappen (Halbfigur eines Greifen auf halbem Wal ­ decker Stern) und das nebenstehende IReisterzeichen. Rn allen vier Ecken des Ge ­ bäudes Lrkertürmchen mit geschwungener Haube. Je ein rechteckiger Erker an der Traufenfront mit Zwerchhausgiebel. Satteldach mit Krüppelwalm und je zwei Gaupen. Rchtseitiger Dachreiter mit Schallucken und geschwungener Haube. Im Innern befan ­ den sich die Ratsstube, der Sitzungssaal, der große Festsaal im Obergeschoß, sowie Gefäng.