204 Sachsenberg Sachsenberg Stadt an der Straße Rorbach — Goddelsheim—Lrankenberg. Die alte Siedlung liegt auf dem Südhange eines Hügels. Sie besitzt etwa quadratische Grundrißform und ein System einander rechtwinklig kreuzender Straßen. Die breite haupt- straße steigt in der Richtung der von Lrankenberg her einmündenden und hier östlich abbiegenden Landstraße den Hügel hinan. 770 Einwohner. Duellen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden ab 1309. Ropiare. Landregister 1537 u. 1541. Langenbecks Nachlaß — Bürgermeisteramt Sachsenberg: Zwei Stadtchroniken: I. Johannes Erusiur, Res »estas Livitatts Sassoadorgis 1598. II. Peter Müller, Beschreibung der Stadt Sachsenberg in der Grafschaft waldeck, 1662. Literatur, st. Böhle, Sachsenberg, Geschichte und Sage. Zrankenberg 1920, w. Llassen 131 f. L. Eurtze 650. st. Heldmann, Die älteren Territorialverhältnisse oes Kreises Zrankenberg mit Einschluß der Herrschaft Itter, Zrankenberg 1891. Vers. Zur Geschichte de; Gerichts viermünden und seiner Geschlechter, 3HG RZ 15,1 ff. u. 27,89ff. Vers. Zwischen Drke und Ruhne, ttreisblatt des ttreises Zrankenberg 1897, Nr. 21 ff. Wigand Gerstenberg, Chro ­ nik der Stadt Zrankenberg (1506), bearb. von h. viemar, Marburg 1909. v. Rlettenberg Mskr. 1738, T. I Rap. II 811. Uopp, Itter UB Nr. 8. varnhagen Mskr. Wests. UB. Karten und Pläne. Grenzkarte gegen da; Gebiet der Herren von valwigk, 1669 von Lhristian Meißner <w. 49) im Staatsarchiv Marburg. Q56fcf)icf)te. Sassenberg (1251), Sassinberge (1385), Sassenbergk (1473), Sachsenberg und Sassenberg (1537). — Sachsenberg verdankt seine Entstehung wahrscheinlich einer sächsischen Volksburg aus vor ­ karolingischer Zeit, die als Gegengründung gegen das gegenüberliegende Frankenberg entstan ­ den ist. Zur Stadt wurde es jedoch erst im 13. Ih. Im Jahre 1230 beschloß der Abt von Klo ­ ster Corvey in einem Schutzvertrag mit dem Erzbischof von Köln, in der Nähe des Schlosses Lichtenfels eine Stadt zu erbauen. 1251 wird 5. zum erstenmal erwähnt und ist Corveyscher Besitz. Nbt Hermann von Corvey belehnt Werner von Biscopeshusen mit dem Zehnten da ­ selbst. 1262 versprechen Nat und Gemeinde der Stadt S. dem Abt Thymo von Corvey, ihm gegen seine Feinde beizustehen und ihn in seinen Rechten an der Stadt zu belassen. In einem Vertrag vom 21. Juli 1267 verpfändet Corvey nach vorausgegangener Fehde dem Grafen Adolf von Waldeck u. a. die Stadt S. 1297 verzichtet Kloster Corvey erneut auf alle Ansprüche an 5. 1321 stellt Abt Ruprecht von Corvey nochmals vergebliche Ansprüche auf Rückgabe der Stadt. 1349 verzichtet Corvey endgültig zugunsten der Waldecker Grafen. 1372 beteiligten sich die Sachsenberger gemeinsam mit den Einwohnern der Städte Medebach und hallenberg an einem Überfall auf die Stadt Frankenberg, bei dem die Reustadt daselbst niedergebrannt wurde. 1397 verpfändet Graf Adolf von Waldeck seinem Bruder Heinrich u. a. die Stadt S. 1409 be ­ lehnt Graf Johann von Nassau den Johann von Hohenfels mit Gütern und dem halben Zehnten zu S. Die von Hohenfels werden von 1435—1512 im Besitz des Gutes Clbringhausen bei §. genannt. 1414 ist Curt von Geismar waldeckischer Amtmann in S. 1453 wird eine Grenzbeschreibung der Gemarkung der Stadt 5. gegeben. 1537 gehört S. zum Amt Cisenberg. Vas Bürgergericht und der Freistuhl daselbst stehen den Waldecker Grafen zu. Den Zehnten haben die von Dalwigk. Cs wird ein Burgberg in 5. genannt. Güter haben die von Twiste, die von wolmeringhausen und die von Valwigk. Im 17. Jh. hatten auch die von Gaugrebe