172 Neerdar Taf. 90' Chor. Im Süden und Osten rundbogige Fenster in Schräglaibung, die des südlichen bereits spitzbogig. In Nordwand spitzbogiges Fenster in Schräglaibung, mit gekehltem Gewände, go ­ tisch. Rm Ostende der Nordroand gekrönter Männerkopf in Flachrelief sch. etwa 35 cm), bez. 1697. Satteldach in deutscher Schieferdeckung. Schiff. Rn Nordseite spitzbogige Türe mit gefastem Vogengewände. Im Scheitel knollcn- artiges Zierstück (Heft eines Köpfchens?) Benagelte Brettertüre mit altem Lisenbeschlag. Nechteckige Fenster, vas östliche der Nordwand mit in Plättchen und kehle profiliertem Ge ­ wände, über dem Sturz in Kapitale bez. ANNO DNI 1586. Die übrigen Fenster schlicht einge ­ schnitten, z. T. mit hölzernem Sturz, barock. — Satteldach in deutscher Schieferdeckung. Turm. Schlicht aufsteigendes Massiv aus Bruchsandstein,' nur die Nordseite mangelhaft verputzt,' Ouaderkanten. Drei Fcnstergeschosse; im untersten allseitig Gruppen von je vier schmalen Rechtecköffnungen, z. T. von außen zugesetzt' im mittleren Geschoß allseitig je ein rundbogiges Fenster, im obersten je zwei, die im Westen von außen zugesetzt. Uber Trauf- brett ein vierseitiges Kegeldach, verschiefert. Der Turm ist an der Nordseite bez. „1851". Taf. 90' Inneres. Thor. Überdeckt von hängekuppelgewölbe auf leicht spitzbogigen Wandbägen im Norden, Süden und Osten. Diese sitzen über im Osten verdoppelten, im Westen einfachen und mit den Triumphbogenpfeilern verschmolzenen Lckvorlagen. Kämpferplatte mit Unterschlüge,' innerhalb der östlichen Bogennischen sitzt unterhalb des Kämpfergesimses eine viertelrunde Kon ­ sole. Der Triumphbogen leicht spitzbogig,' Kämpferprofil aus Platte, Plättchen und Wulstkehle. In der Südwand kleiner Wandschrank. Die Fenster in Schrüglaibung. Fußbodenbelag z. T. aus alten Grabplatten, z. T. Zandsteinplatten, z. T. Tonfliesen. Schiff. Schlichter Saal mit flacher Balkendecke. Im Süden leicht spitzbogige Wandbögen auf vorlagen,' Kämpferprofil an der Mittelvorlage wie im Thor, an der östlichen Vorlage wie am Triumphbogen, im Westen fehlt es. Rn Ostwand außerdem flache Lckvorlagen, möglicherweise als Pfeiler für einen den Triumphbogen begleitenden Wandbogcn bestimmt gewesen. Türe und Fenster in steiler, flachbogig geschlossener Schräglaibung, nur die des westlichen Fensters in der Nordwand noch spitzbogig,' das östliche mit gekehltem Gewände. Die Türe zum Turm mit rundbogigem Gewände. In den Langwänden je eine Wandnische. Fußbodenbelag wie im Thor. Wände und Deckenfelder geputzt und getüncht. Balken modern bemalt. — Einfach stehender Kehlbalkendachstuhl mit Hahnenbalkenlage. Die Sparren außerdem unterstützt durch schräg ­ gestellte, mit den Füßen fast in Mitte der Balkenlage aufstehende Strebesäulen. Turm. Zum Kirchendach rundbogiger Mauerdurchbruch. Die Schallöffnungen im obersten Geschoß jeweils in rundbogiger Laibungsnische zusammengefaßt, Helm auf Kreuzgebälk mit Kaiserstiel, im Oberteil Ouirlgebälk. Ausstattung. Rltar (mit Rufsatz) in Blockform, h. 1,16 m. Gemauert und verputzt. Rltaraufsatz aus holz, neu bemalt, h. ca. 4, Br. 1,60 m. von Iosias Wolrad Brützel. Über niedriger Predellazone in der Mitte oben rundbogig abgeschlossenes Rltarblatt: Iüng-