Neerdar 171 Neerdar Dorf an der Straße Vordach—vrilon Haufendorf in Tallage am gleichnamigen Vach. 170 Linwohner. Quellen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden ab 1479. Landregister 15Z7 u. 1541. Langenbecks Nachlaß. Literatur, w. Tlassen 272.L. Turtze 645. Heldmann, viermünden 109. v. Ulettenberg Mskr. 1728, T. I liap. II 8 12. varnhagen Mskr. Wests. UV. Uarten und Pläne. Gemeindekarte 1871. Geschichte. Neprdar 0328), Beyder (1422), Nerder (1537), Nierder (1541). — 1338 haben die von wolmeringhausen drei Höfe als Lehen der Grafen von Rrnsberg. 1378 Kirchdorf. 1411 Rrnsbergisches Lehen der von Padberg, die es an die von viermünden ver. kaufen. 1583 kam das Lehen durch heirat der klnna von viermünden an Freiherr Euno von Winnenberg und Veilstein. 1537 haben die von viermünden, von Vorfeld, von Hessinghausen gen. Schreiber zu Gttlar und Münch zu Korbach Höfe. Line Mühle gehört den Waldecker Grafen. N. gehörte zum Nmt des Eisenberges, zum Gogericht Flechtdorf und Freistuhl Usseln. — 1738 18 Wohnhäuser. Uirche (Ev., Filial von Uhena. Un der Südseite der Landstraße auf dem umfriedeten, gegen die Straße durch eine rohe vruchsteinmauer abgestützten alten Friedhof. Uirchenbücher ab 1672 in der Pfarrei Uhena. Uirchenprotokolle ab 1714. Geschichte. Die Kirche war dem hl. Pankratius geweiht. Kirche 1378, Pfarrer 1422 ge. nannt. Patronat besaßen 1338 die von wolmeringhausen, später die von Padberg als gräf ­ lich Rrnsbergisches Lehen, ab 1411 die von viermünden, ab 1583 Freiherr von Winnen ­ berg und Beilstein. Die Kirche gehörte vor der Reformation zum Rrchidiakonat Horhusen (Niedermarsberg) und Bistum Paderborn. Ehemals Pfarrkirche. 3um Kirchspiel gehörten als Filial Welleringhausen, Rlleringhausen und Bömighausen. Jetzt Filial von Rhena. — Die Kirche besaß früher eine Glocke von 10 Zentner 80 Pfund Gewicht, die 1640 an die Rltstädter Kirche zu Korbach verkauft wurde. 1705 wurde eine weitere Glocke durch den Glockengießer Heinrich Donner gegossen. Sie kostete 252 Rthl. 13 Groschen. 1692 erhielt die Kirche einen neuen Rltar für 25 Rthl. Er wurde 1697 bemalt. — Kirche spätromanisch, ct. 13. Jh. Ur ­ sprünglich gewölbt. Nordportal und nördliches Ehorfenster bereits gotisch um 1300. Südmauer des Schiffes 1586 erneuert. Schiffsfenster 17. Jh. erweitert. Barockausstattung seit 1672. Westturm 1851 neu errichtet. Bestand Grundriß: (klbb. 56.) Spätromanische Anlage aus rechteckigem Schiff und quadratischem Thor. Dieser nur im Süden eingezogen. Möglicherweise hat auch die nördliche Schiffswand, die jetzt mit leichtem Knick an die Ehorwand anschließt, ursprünglich weiter außen gelegen. Vas Schiff wäre damit auf zwei quadratische Joche zu ergänzen (der heutige Zustand das Ergebnis einer Erneuerung? zu beachten im Inneren das Fehlen der Wandvorlagen und -bögen im Nor, den!). — Quadratischer westturm, Spätbiedermeier. Nusriß: Äußeres. Die alten Bauteile aus verputztem Bruchstein, Sandstein und Schiefer, mit (yuaderkanten.