164 Mühlhausen Taf. 86 a Taf. 86' Ursprünglich dreischiffige Basilika, erbaut im 12. Ih. Südliches Lhorfenster 14. ^sh., alle übrigen in der Barockzeit erweitert. Wiederherstellung der Kirche 1590, umfassendere 1786/87: Seitenschiffe entfernt, Nrkaden vermauert und durch Strebepfeiler abgestützt. Lingangsvor- Halle der Uordseite 1844. — Letzte Wiederherstellung 1927 durch Baurat Ouehl, Ausmalung durch Kirchenmaler Blaue. — Line Steinkanzel und ein gotischer Schlußstein aus der Kirche befinden sich im Heimatmuseum zu Korbach. Lin Pfarrhaus wurde nach dem Brande von 1666 neu erbaut. 1788 abermaliger Neubau. Bestand Grundriß. sNbb. 54). Rest einer romanischen Basilika. Sie war dreischiffig-zweijochig im gebundenen System angelegt, mit quadratischem Gstchor und mit einem nach der Kirche hin durch eine zweigeschossige voppelarkade geöffneten querrechteckigen Westbau (Turm). Die Seitenschiffe sind abgerissen. Aufriß: Außeres. Sandsteinbau mit rauhem verputz. Schiff und Lhor aus groben kleinen Ouadern, mit Bruchsteinen untermischt,' nur der Lhor über Schrägsockel, der an seiner Ostseite abgetreppt ist. Im Gbergaden des Schiffes zu jedem Joch ein Rundbogen- fenster in geputzter Schräglaibung. Je ein entsprechendes in Nord- und Gstseite des Lhores. Die Mehrzahl der Fenster ist erweitert, vor allem nach unten hin, und ihre Nußenlaibung ist mit der inneren zusammengezogen. In der Südwand des Lhores ein tiefliegendes, drei ­ teiliges Spitzbogenfenster mit gekehltem Gewände,' die Teilendigungen mit Kleebögen. — Die Schiffsarkaden sind von außen zugesetzt. Nur die der Nordseite sind auch von außen als flache Nischen sichtbar,' die westlichste dient als Eingang' die Vermauerung der zweiten Nr- kade von Osten ist durch einen steilen Stützpfeiler mit gekehlter Schrägabdeckung verstärkt. In der Vermauerung der südlichen Nrkaden kleine quadratische Fenster. — Vas Mauer ­ werk hat an vielen Stellen späterer Nbstützung bedurft: am Lhoransatz und an den Lhorkan- ten Strebepfeiler aus Ouaderwerk' sie besitzen Plattensockel, Schrägabsatz mit unterer Kehle und Pultdach mit umlaufend gekehlter Deckplatte. 5lm Westende der nördlichen Lhorwand Ouadervorlage. 6m westende der Südwand des Schiffes schräger Stützpfeiler aus groben Sand, und Kalksteinquadern. 6n die Strebepfeiler anschließend ist das Mauerwerk in sorg ­ sam bearbeiteten Ouadern erneuert, desgleichen das der Nordwestkante. — Einheitliches Satteldach in deutscher Schieferdeckung, z. T. Schablonensteine. — vor dem (Eingang ein Windfang in Fachwerk, über Ouadersockel' in Giebelspitze bez. 1844,' verschiefertes Sattel ­ dach. Turm, ljohes» ungegliedertes Massiv aus Bruchstein mit überputzten Ouaderkanten,' die nordwestliche bis zu 2^/z m Höhe als flacher Stützpfeiler vorgezogen. 6n der Südwestkante niedriger Strebepfeiler aus groben Ouadern, mit Schrägabsatz über Kaffgesims und mit Schrägabdeckung. In dem Lckquader oberhalb des Pfeilers Inschrift: 1590 CVFR, dazwi ­ schen Schildchen mit nebenstehendem Steinmetzzeichen. Im Westen rundbogige Pforte, mit Balkensturz über der Innenlaibung. Schmale Lichtschlitze. Im obersten Geschoß gegen Norden ein Fensterchen in schlichtem Ouadergewände mit gotischem Kleeblattbogen als Nbschluß. Ls sitzt