96 Immighausen Immighausen Dorf an der Straße Korbach—Oberense—Fürstenberg. Haufendorf in der nach Norden zu geneigten Talmulde der Imme, eines Nebenflüßchens der Itter. 280 Cinwolmer. chuellen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden ab 1028. Kopiare. Landregister 1537 u. 1541. Langenbecks Nachlaß. — Im Bürgermeisteramt: Salbuck 1620. Literatur, w. Classen 273. L. Curtze 651. v. Klettenbera Mskr. 1738, C. I Kap. II 8 13. varnhagen UV Nr. 35. Ders. Mfkr. Wests. US I, IV. (öeschiäsie. pmminchusen (um 850), Imminghusen (1028), pmmichusen (um 1190), Immqng- chusen (um 1200), l)menchusen (1336), Imminchusen (um 1350), Immickhusen (1422), Im- minckhausen (1537), Immeckusen (1541). — Um 850 gibt bie Gräfin Ida dem Kloster Torveq ihre ihr von Kaiser Ludwig zugewendeten im Gau Riftharsi (Ittergau) in der villa pmminchusen gelegenen Güter. 1028 gibt der Rbt von Torveq auf Veranlassung Kaiser Konrads dem Gsdag, Sohn der Matrone Rlvered, den Hof zu I. 1189 Torveqsches Lehen der Waldecker Grafen. Papst honorius III. nennt 1223 unter den Gütern des Klosters Schaaken auch die Kirche zu I. 1236 inkorporiert Bischof Bernhard IV. von Paderborn die Kirche zu I. dem Kloster Schaaken. 1244 verkauft Kloster Torveq dem Kloster Schaaken seinen Rmtshof in I. 1336 verpfändet Graf Heinrich von waldeck oem Grafen Johann von Nassau als Mitgift seiner Tochter Elisabeth u. a. das Dorf I. Um 1350 hat Sqfried Graf von Wittgenstein den Zehnten von I. von Graf Gtto von waldeck zu Lehen. Zu gleicher Zeit und später haben die von Gogrebe einen Hof als Torveqsches Lehen. 1414 versetzt Graf Heinrich von Waldeck das Dorf I. dem Kurt von Geismar. 1454 hat Trafst von Grafschaft den halben Zehenten von I. von den Waldecker Grafen als Pfand. 1473 geben die Grafen von Waldeck den von valwigk das Dorf I. zu Lehen. 1486 von den von val- wigk an Kloster Schaaken verpfändet. I. gehörte später zum von Dalwigkschen Rmt Lich- tenfels und hatte einen eigenen Vogt. Ls gehörte zum von Dalwigkschen Freistuhl bei der Königsburg (siehe Dalwigksthal). — 1738 37 Wohnhäuser. Kirche Co. Pfarrkirche, verbunden mit Pfarrei Niederense. Oberhalb des Dorfes gelegen, am oberen Nande de; östlichen Hanges. Sie steht mit der west- und Südseite frei an einem terrassierten Platze, im übrigen ist sie von dem ehemaligen Friedhöfe umschlossen. Kirchenbücher ab 1673. (öe^chichle. Die Kirche war dem hl. Vitus geweiht, pleban 1289 genannt. Papst honorius III. bestätigt dem Kloster Schaaken 1223 den Besitz der Kirche zu I. 1236 wird die Kirche dem Kloster Schaaken von Bischof Bernhard von Paderborn inkorporiert. Den Patronat hatte die Abtissin von Schaaken. Nach der Reformation mit der Pfarrei Niederense verbunden. 1542 Dietrich Hecker, ab 1547 Jonas Trqgophorus Pfarrer. 1602 wieder eigene Pfarrei. Der Pfarrer von I. war gleichzeitig Stistspfarrer von Schaaken. — Kirche romanisch, 1. h. 12. Jh., Thor ein wenig früher, wahrscheinlich um 1100 erbaut. — Fenstererweiterungen und Türdurch ­ bruch am Turm 1745. Letzte Wiederherstellung 1926, dabei die ursprünglichen drei Durchgänge zum Thor zu einem Triumphbogen erweitert. Vestand Grundriß (Rbb. 34). Romanische Anlage. Quadratischer westturm mit Mauertreppe in Rordwand; einschiffiges Langhaus mit zwei leicht querrechteckigen Jochen,- quadratischer Thor.