Heringhausen 89 Graten. Die Hauptpfeiler tragen die rundbogigen Wandbögen der Langseiten. Der Wandbogen der Gstseite, der den stark gedrückten Triumphbogen begleitet, ruht auf Eckpfeilern. Der der Westseite und der ebenfalls stark gedrückte und in dem durch einen Knick deutlich abgesetzten Oberteil erheblich schmalere Mittelgurt ruht auf Vorlagen, die den Hauptpfeilern etwa von zwei Dritteln der Höhe ab aufgelegt sind. Die Kämpfer sind durch Unebenheiten im Mauer, werk angedeutet. Vas Mauerwerk ist überhaupt sehr roh, und die pfeilerkanten sind im Unterteil (nachträglich?) abgerundet. DieNundbogenarkaden zu den Seitenschiffen auf schlichten Zwischen. Pfeilern. Vas südliche Seitenschiff mit rippen, und gurtlosen Kreuzgewölben, die an der Außen ­ wand auf ganz rohen Wandauskragungen aufsitzen. Die Gewölbe des nördlichen Seitenschiffes modern. In den Ostwänden rundbogige, flache Nischen als Neste der Nebenapsiden. Fensterlaibun. gen wie außen. (Die Nordfenster vom modernen Seitenschiffsdach teilweise überschnitten.) Fuß. boden mit Schieferplattenbelag. Das gesamte Innere einschließlich der Architekturteile geputzt und getüncht. — Moderner pfettendachstuhl mit Stichgebälk. Thor. Das Kuppelgewölbe ist hier stärker der Form eines grätigen Kreuzgewölbes genähert. Die Wandbögen im Norden und Süden ruhen auf Eckpfeilern, diese besitzen vorlagen für den östlichen Wandbogen, die in etwa drei vierteln der Höhe roh endigen. Die Fenster, die Wandbehandlung und der um zwei Stufen erhöhte liegende Fußboden wie im Schiff. In Nordwand rechteckige Sakraments, nische- der Nahmen gotisch profiliert in tiefer Kehle zwischen Birnstab und Kehlwulst. Schlichte Nische in Südwand. 6n der Ehorstufe Bruchstück einer auf den Thor bezüglichen Inschrift in mittelalterlicher Kapitale. — Der Dachstuhl entspricht dem des Schiffes. Ausstattung Kanzel aus Holz, z. T. mit alter Bemalung. H. 2,25 m. Korb im 5 /s Typ. Brüstung mit unterem und oberem Abschlußgesims, Sockelzone und hochrechteckigen Blendfüllungen, auf denen die vier Evangelisten gemalt sind. Als Korbstütze kurzer Pfeiler aus fünf Seiten eines Acht ­ ecks. vierstufige Holztreppe, Geländer mit Blendfüllungen. Schalldeckel unregelmäßiges poly. gon, mit Kantengesims. 17./18. Jh. Taufe aus Stein, neu bemalt. H. 1,01 m. pokalform. 17. Jh. Destühl, gebeizt und bemalt, mit Gesangbuchbrett und s-förmig abschließender Seitenwange, mit den eingeschnitzten Jahreszahlen: 1578 (auf besonderem Brett), 1608, 1618 und 1658. 17. Jh.