Heringhausen 87 heringhausen Dorf an einer Nebenstraße westlich von Ndorf. Ls liegt am südlichen Nrm des Diemelsees in nach Südosten ansteigendem Gelände. 232 Einwohner. Ouellen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden ab 1318. Landregister 1537 u. 1541. Salbücher 1667 u. 1681. Lan- genbecks Nachlaß. Literatur, w. Classen 272. L. Curtze 642. o. Klettenberg Mskr. 1738, T. I Kap. II 8 12. varnhagen Mskr. Wests. US I, IV. Harten und Pläne. Zlurkarte 18. Ih. im Staatsarchiv Marburg. (8eslhiä)ie. Herdinghusen (1043), Herinchosen (1283), Herdinchusen (1338), Herepnckhausen (1537), Hernickhußen (1541). — 1043 schenkt der ctbt von Kloster Torvep der Kirche 5t. Magnus in Horhusen (Niedermars- berg) den Zehnten von H. 1243 belehnen die von Amelunxen Udo von Gstheim mit drei von Graf Otto von Lverstein zu Lehen empfangenen Husen. 1338 haben die Grafen von Arns ­ berg Lehnsbesitz in H. 1497 wird das Dorf H. von Kurköln für die Herrschaft Padberg be ­ ansprucht. 1537 gehört H. den Grafen zu Waldeck. Den Zehnten haben die Waldecker Grafen,- er wird jedoch von Kloster Stadtberge (Gbermarsberg) beansprucht. Höfe haben Kloster Brede- lar und die Herren von Padberg. Line Mühle daselbst gehört 1541 den Waldecker Grafen. 1565 wird in einem Grenzrezeß zwischen den Waldecker Grafen und den von Padberg H. lvaldeck zuerkannt. H. gehörte zum Amt des Lisenberges, zum Gogericht Flechtdorf und Frei, stuhl 5chweinsbühl. — 1738 20 Wohnhäuser. 1788 bestand ein Eisenhammer von pohlmann. Kirche Lv. Pfarrkirche. 5lm Nordwestrande de; Dorfes nahe dem Nande des Diemelsees. Sie steht auf eingezäuntem kasenplatz. Darauf vor dem Turm stattliche alte Linde. Kirchenbücher ab 1664. Kirchenchronik und Inventar von 1829. Die Kirche war der hl. Barbara geweiht, pleban 1357 genannt. H. gehörte bis zur Reformation zum Brchidiakonat Horhusen (Riedermarsberg) und Bistum Paderborn. Pa ­ tronat und Kollation der Pfarre besaßen der Abt von Kloster Bredelar (noch 1541) und die Abtissin von Stift Kaufungen, später die Grafen von Waldeck. 1526 ist 5tormbruch, 1543 Ott ­ lar, 1587 auch Bontkirchen Filial; jetzt Ottlar und Stormbruch. — Kirche romanisch, um 1100 erbaut. Ausstattung 1578, 1608, 1618 und 1668. Größere Wiederherstellung 1846: neu ge ­ plattet, Gestühl erneuert, Fenster der Seitenschiffe vergrößert und z. T. neu eingebrochen, Chor- fenster vergrößert. Nördliches 5eitenschiff 1922 vollständig erneuert. Letzte Wiederherstellung 1935 durch Bez.-Konservator Dr. Bleibaum. Bestand Grundriß (Abb. 29). vreischiffige Gewölbebasilika des gebundenen Systems, romanisch. Zwei Mittelschiffsjoche. An den 5eitenschiffen ehemals Ost-Apsiden,' im 5üdcn das vortretende Flachrund im 5ockel erhalten. Ouadratischer, gegen das Mittelschiff kaum eingezogener Chor. Ouadratischer Westturm. Hufrtjj: Außeres. Kalksteinbau in grobem, breit gefugtem Ouaderwerk, der Turm über Taf.30' abgetrepptem, 5chiff und Thor über abgeschrägtem Sockel. Turm: Ungegliedertes schlankes Massiv mit Schlitzscharten,- im Glockengeschoß im Süden, Osten und Norden je zwei Rundbogenöffnungen mit eingestellter Doppelarkade (Abb. 30). Die zarten Zwischensäulchen mit außergewöhnlich dünnen Schäften,- Basis aus Platte und zwei Wülsten- über Halsring Würfelkapitell mit Halbkreisauflagen und kaum angedeuteter Deckplatte. Vas