74 Goddelsheim Lhem. v. Gaugrebisches Burggut nördlich der Kirche gelegen. Burgruine, kleiner, ruinenhafter Bruchsteinbau mit lang gestrecktem, kapelllenartigem Raum mit Tonnengewölbe. In der dem Hof zugewandten Schmalseite eine gotische Spitzbogentür, profiliert in Wulst zwischen Kehlen, z. T. vermauert. Rundturm aus Bruchsteinmauerwerk. 14. Ih. Pfarrhaus Zachwerkbau 1832. Bauernhäuser traf. 26 ’ Haus II r. 8 (6bb. 25). Wohnhaus. Zweigeschossig, Zachwerk. Obergeschoß und zwei Giebelge ­ schosse vorgekragt. Ouergebälkprosil großer Viertelstab mit Rankenschnitzerei. 11x11 Gefache. Eckpfosten mit geschnitzten Ranken. Satteldach mit S-Pfannen. Tonnengewölbter Reller von einem älteren Bau mit Inschrift am Sturz des Eingangs: „Iohan Piper 1604". Über der Haus ­ tür Inschrift mit Jahreszahl 1708. 6m unteren Ouergebälk Inschrift in Kapitale: „1)18 HAUS 0 GROßER HERRE / NIM UNTER DEINEN SCHUTZ / BEWAR3 FÜR FEUERS GEFERDE / UND ALLE FEINDE TRUTZ / DENEN SO DRINNEN WONEN / GIB FRIED UND EINIG ­ KEIT / LAS SIE ZUSAMMEN KOMMEN / DORT TN DER EWIGKEIT.“ 6m oberen Ouer ­ gebälk Inschrift mit Bibelspruch (RIatth. 6, v. 33) und „BAUMEISTER JOHAN JOST DIEDERICH“. Lrbaut 1708. Haus II r. 13. Wohnhaus mit Stall. Zweigeschossig, Zachwerk. 13x7 Gefache, an Gesims Zahnschnittfries. Satteldach mit Krüppelwalm in Falzziegeln mit Schiefereinfassung. Traufen ­ seite zum Hof. 6m Ouergebälk Inschriften mit Bibelspruch, Namen der Erbauer und Jahres ­ zahl 1815. Haus R r. 9 9. Wohnhaus mit Scheune und Stall. Zweigeschossig, Zachwerk. 15x7 Gefache. Satteldach mit S-Pfannen. 6m Ouergebälk und über dem Scheunentor Inschriften mit Sprüchen. Uber dem Scheunentor: ..ALLES WAS UNS GOT LAST WACHSEN AUS DER ERDEN SOL ZU SEINEM RUHM HIEREIN GESAMMELT WERDEN. SO SCHLAG AN DIE SIGGEL DEN ES IST ZEIT ZU ÄRNDTEN DARAUF“. Erbaut 1786. ZuHausRr. 100 gehörig. Scheune, ehemals Wohnhaus mit Scheune. Zachwerk, 12x9 Ge ­ fache. Satteldach mit 5-pfannen. 6m Ouergebälk und über dem Scheunentor Inschrift in Kapitale: „DIESEN BAU 0 GROßER GOTT LAS KEINE FEUERS UND ANDERE UN ­ GLÜCKE GEWALT, NIM UNS DARBEY UNTER DEINEN SCHUTZ UND BIETE ALLEN FEINDEN TRUTZ“. (Erbaut 1797. Haus R r. 102. Wohnhaus mit Scheune und Stall. Zweigeschossig, Zachwerk. Steinsockel ver ­ putzt. Obergeschoß leicht vorgekragt. Ouergebälkprosil Viertelstab mit Ranken in Zlach- schniherei. 18x9 Gefache (7 Gefache später angebaut), Satteldach mit S-Pfannen. 6m Ouer ­ gebälk Inschrift in Kapitale: „DIS HAUS O GROßER GOTT NIM UNTER DEINE FLÜGEL. LAS KEINER FEUERBRUNST NOCH UNGLÜCKN IN DEN ZÜGEL. HAB ES IN GUTER HUT SO ISTS WOL BEHÜT UND IST AUCH WOL BEWACHT WEIL GOTT DER HERR SELBST DARAUF GIBT GUTE ACHT“. Ehemalige Haustür (jetzt Stalltür) mit Ranken ­ schnitzerei, Inschrift und Jahreszahl 1706. Haus Nr. 108. Wohnhaus. Zweigeschossig, Zachwerk. Obergeschoß vorgekragt, Ouergebälk- profil Karnies. 6x6 Gefache. Eckpfosten gequadert. Satteldach mit S-Pfannen. 6m Ouergebälk ehemals Inschriften. Lrbaut 18. Ih.