58 S I c cf) t ö o r f Taf. 21 tonten Gratansätzen. Nur über den beiden Jochen des südlichen Seitenschiffes sitzen aus ­ gesprochen grätige Kreuzgewölbe. 3m basilikalen Teil besitzen die Mittelschiffspfeiler, die die Wandbögen bzw. nach Süden hin die Scheidebögen tragen, Vorlagen für die Gurtbögen bzw. für den Wandbogen im Osten. Sn den Scheidebögen zum südlichen Seitenschiff deutet ein Knick in der Laibung auf eine nachträgliche Verbreiterung der als Wandbögen — entsprechend denen an der Nordseite — berechneten Nrkaden. Die niedrigen voppelarkaden zum nördlichen Seitenschiff ruhen auf Iwischenpfeilerchen und auf Vorlagen an den Hauptpfeilern. Dieses Letz ­ tere unterscheidet die Flechtdorfer Kirche von allen anderen Basiliken des Kreises. Die Kämp ­ ferplatten an den Urkaden mit Unterschräge. Profilansätze an den Enden der östlichen Schmal ­ wand lassen vermuten, daß hier einst eine Npsis ansetzte. Die Gewölbegurte ruhen auf unten gerundeten Konsolen, der westlichste, mit dem sich der basilikale Teil des nördlichen Seiten ­ schiffes gegen das Ouerschiff hin öffnet, sitzt an der Nußenwand auf einem Wandpfeilerchen mit Schrägsockel. — 3m südlichen Seitenschiff ruht der Gurt beiderseits auf Konsolen (f. u.). — Zwischen T) u e r s ch i f f und Turmtravee sind die Freipfeiler kreuzförmig. 6n den Lang ­ wänden hier Wandpfeiler. Die Gurtbögen ruhen auf konsolartigen Vorlagen der Pfeiler. Nuf entsprechenden Konsolvorlagen ruhen die Scheidebögen und ein Wandbogen im südlichen Ouer- arm. Da der Westteil der Kirche nicht wie ein normaler romanischer Gewölbebau auf einem System von quadratischen Jochen aufgebaut ist, hier bereits Auftreten des Spitzbogens, so zwi ­ schen den Seitenschiffsjochen und in der Turmtravee. hier ist der nördliche Scheidebogen ver ­ mauert. — Die Kämpfer der Pfeiler und Konsolen sind kräftig profiliert und im südlichen Sei ­ tenschiff teilweise von einem Spitzbogenfries begleitet (ctbb. 18). Die untere Endigung der Kon ­ solen z. T. mit kreuzförmig aufgeteilten oder mit einem Knauf be ­ legten Flachblenden. Die Pfeilersockel entsprechen dem Außensockel des Westbaues (Abb. 19). Sie sind durch höherlegen des Fußbodens um ein bzw. mehrere Glieder verkürzt. Z. T. fehlt auch die oberste Stufe. — Die Fenster in Schräglaibung. Die des südlichen Seiten ­ schiffes (flbb. 20) in der Art des rheinischen Ubergangsstiles be ­ handelt: Die vor die Zwischenpfeiler gestellten Säulchen über steiler attischer Basis mit Eckblatt, Kelchblockkapitell mit aufgelegtem Blattwerk. Ebensolche Säulchen tragen einen das viertelstabförmige Fenstergewände begleitenden Wulst. Zwei gedrungene Säulchen die ­ ser Art, deren Kapitellblattwerk stark plastisch ausgearbeitet ist, und zwei ihnen entsprechende Konsolen tragen Spitzbogenarkaden, die zwei Mauerblöcken an der Gstwand des Mittelschiffes vor ­ gelegt sind. Die Bedeutung dieser Bauteile ist nicht ganz klar. Sie erinnert an die Anlagen in romanischen Kirchen, wo eine Mittel ­ treppe zu einem hochgelegenen Thore hinaufführt und südlich von ihr Zugänge zu einer Krypta liegen. Das breite Dstfenster in der Gberwand in flachbogiger Schräglaibung. 3n der Ostwand des süd ­ lichen Seitenschiffes Mauerabsatz in Mannshöhe. Die Wände geputzt und z. T. bemalt oder gequadert, die Gewölbekappen geputzt, die Architekturieile z. T. kräftig geschlemmt, mit in weiß aufgemalten Fugen. Fußboden mit modernem Sandsteinplattenbelag,' Altarstufe. — Die barocken Fenster der Nordwand in steiler, mit Balken abgedeckter Schräglaibung, vom Dachboden des Mittel ­ schiffes aus rundbogige Zugänge zum Innern der Türme, in Ouaderfassung. Das heutige gemeinsame Vach über zweigeschossigem, unten doppelt liegendem, oben stehendem pfettenstuhl, barock. Drachen. Flachrelief an der Südwand des Ouerschiffes. Sandstein, h. 0,40 m, Br. 0,97 m. Abb. 19 Ñbb. 18 ZIechtdorf, Kirche, Gewölbekonsole im südlichen Seitenschiff. 1:30 S a k r a m e n t S n i s ch e. Sie ist vermutlich in dem abgebrochenen Thor an ­ gebracht gewesen. Erhalten ist der obere Abschluß der Umrahmung, mit Wim ­ perge und Fialen. Er ist in den Teil der hofmauer eingesetzt, der die östliche Verlängerung der Kirchennordwand bildet. ZIechtdorf, Kirche, Sockelprofil der Schiffspfeiler und der Außenwand des Turmes. 1:25