54 5 I c cf) t b o r f gütert. Die Anzahl der Mönche wurde auf 12 festgesetzt. Um 1434 ist das Kloster abermals sehr verschuldet. Der 1457 aus Abdinghof berufene 6bt Hermann Frowqn erklärt 1469 den Beitritt des Klosters zur Bursfelder Kongregation. 1470 verpfändet Graf Otto von Waldeck die Hälfte seines Dorfes $1. sowie die Hälfte des Gogerichts daselbst dem Johann von Rhene. Um 1490 Verschuldung des Klosters durch verfehlte Bergwerksspelrulationen des Abtes Kon ­ rad Becker (1483—94). Unter Abt Jost Fibeling aus Fritzlar (1505—26) letzte Blüte des Klo ­ sters. Wiederherstellung und Besserung der Klosterbauten. Errichtung zweier neuer Altäre und eines neuen Taufsteins. 1520 verpfändet Graf Philipp von Waldeck die Hälfte seines Dorfes Fl. dem Kloster. 1521 verkaufen die von Rehen die ihnen 1470 verpfändete Hälfte von Dorf und Gericht ebenfalls an das Kloster. Wiedereinlösung durch Graf wolrad II. 1554. 1537 gehört Dorf und Gericht den Waldecker Grafen, der Zehnten sowie Mühle und Fischereirechte dem Kloster. Vas Dorf gehörte zum Gogericht daselbst, zum Freistuhl Schweinsbühl und zum Waldeckischen Amt Eisenberg. Der Abt Meinold (1526—54) sah sich infolge der Reformation gezwungen, zahlreiche Güter und Renten des Klosters zu verkaufen. 1543 machte Graf Mol- rad II. von Ivaldeck als Landesherr eine Reihe von Reformvorschlägen. 1546 Inventurauf ­ nahme durch Graf wolrad II. Zu dieser Zeit weilten nur noch zwei Mönche in dem Kloster. Am 12. Oktober 1546 Überfall und Verwüstung des Klosters durch den westfälischen Landdrost Graf Bernhard von Rassau-Beilstein. Unter dem letzten Abt Balthasar Hochmeister völliger wirt ­ schaftlicher und moralischer verfall des Klosters. Dieser wurde 1580 vertrieben. Schon 1555 auf dem Augsburger Relilgionsfrieden war das Kloster dem Bischof von Paderborn entzogen und dem Grafen von Ivaldeck unterstellt worden. Rach einem langwierigen Reichskammergerichtsprozeß (1550—91) mußte schließlich auch der Erzbischof von Köln im Jahre 1591 seine Schutzherrschaft über das Kloster an die Grafen von Ivaldeck abtreten. Diese benutzten nach Vertreibung des letzten Abtes die Einkünfte des Klosters zur Unterstützung von Armen. Das Kloster selbst wurde zur Unterbringung von Armen verwandt. 1630 vergeblicher Restitutionsversuch. Im dreißigjährigen Kriege brannte 1639 das Kloster ab. Es wurde 1669 von Graf Georg Fried ­ rich von Ivaldeck wieder hergestellt. Sein Rachfolger Graf Christian Ludwig richtete 1702 in dem Kloster ein Hospital ein. Es zählte 1761 etwa 100 Insassen. Reben dem Hospital bestand die Klostermeierei fort. Dem Hospital gehörte 1768 eine Mahl- und eine Glmühle. — Das Dorf hatte 1738 41 Wohnhäuser. Kirche (Ed. Pfarrkirche. Über die Lage vgl. (Ortsbeschreibung. Kirchenbücher ab 1725. Eeschichle. Line Kirche bestand schon vor Gründung des Klosters. Graf Erpho von Padberg schenkte sie 1101 dem von ihm gegründeten Kloster Boke, verlegte dieses Kloster jedoch im gleichen Jahre dorthin. 1120 bestätigt Erzbischof Friedrich von Köln dem Kloster den Besitz der Kirche zu Fl. Die Kirche war der Jungfrau Maria und den Heiligen Landolin, Clemens und Laurentius geweiht. Die Kirche gehörte zum Ordinariat des Bischofs von Paderborn und stand seit 1249 unter der besonderen Schutzherrschaft des Erzbischofs von Köln. Patronat hat ­ ten seit 1555 die Grafen von waldeck. Ls werden folgende Altäre genannt: 1393 ein Michaels ­ altar und ein Marienaltar. 1456 wird ein Bildnis der Jungfrau Maria genannt. Um 1460 befanden sich drei Altäre in der Kirche: Altar des Leichnams Ehristi, Marienaltar und Altar der Heiligen Martin und Clemens. Um 1480 werden gestiftet und geweiht: ein Altar der Apostel Petrus und Paulus, ein Altar der Heiligen Johannes und Nikolaus und ein St. Michael ­ altar. 1512—16 ließ der Abt Jost Fibeling (1505—26) durch den Bildhauer Ludwig Juppe in Marburg zwei Altarschreine mit gemalten Flügeln, einen Trinitäts- und einen Katharinen ­ altar anfertigen, ebenso durch den gleichen Bildhauer einen Reliquienschrein des hl. Landolin. Diese sind jedoch nicht erhalten geblieben. Derselbe Abt ließ ebenso wie die Klosterbauten um 1520 auch die Kirche wiederherstellen und künstlerisch ausschmücken. Im Klosterinventar von 1546 wird ein Sakramentshäuschen im Chor und ein Marienbild daselbst genannt. 1639 brannte die Kirche aus. Ls wurden der Thor und ein im Osten der Kirche befindlicher Turm vernichtet. Graf Georg Friedrich von waldeck und seine Gemahlin Elisabeth Charlotte, geb.