50 Eppe (Eppe Dorf an der Straße Korbach-Medebach. Haufendorf an dem flach ansteigenden Nordrande des startales. 427 Einwohner. Huellen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden ab 1257. Landregister 1537 u. 1541. Langenbecks Nachlaß. Literatur: w. Classen 275. L. Curtze 222 u. 64b. $. st. v. Klettenberg, Kiffer. 1738, T. I Cap. II § 12. varnhagen Msfer. Geschichte, hepehe (1214), Epeha (1220), Lpehe (1228), Epe (1313), Lphe (1320). — Kdlige v. L. kommen seit 1214 vor, die Familie saß später auf Schloß Reckenberg und starb um 1727 aus. Um 1070 hat Kloster Torvep hier Einnahmen. 1220 schenken die Edlen von Büh ­ ren Güter daselbst dem Kloster Küstelberg. 1281 hat Werner von Eppe ein Gut von Graf Ludwig von Urnsberg zu Lehen. 1313 hat Johann von Vorfeld in E. ein Gut als gräfl. tlrnsbergisches Lehen. 1337 erwerben Heinrich und Johann von Eppe den halben Zehnten. 1338 hat Kitter Hermann von Khene ein Gut als gräfl. Urnsbergisches Lehen. Um 1350 haben die von Vorfeld daselbst ein Torveysches Lehen. 1417 haben die von Eppe ein Gut und den Zehnten als Lehen der Grafen von Waldeck inne. von 1334 bis 1663 gehörte Eppe zur Freigrafschaft vüdinghausen, die die Grafen von Waldeck pfandweise in Besitz hatten. 1537 ge ­ hörte der Zehnten Johann von Eppe. Güter hatten die von viermünden, von wolmering- hausen, von Eppe und von Winter. Line Mühle gehörte den von viermünden. In einem ver ­ gleich von 1663 fiel Lppe nach langwierigen Streitigkeiten zwischen den waldecker Grafen und Kurköln endgültig an Waldeck. 1665 belehnt Graf Georg Friedrich seinen Kanzler Vic ­ tor mit Einkünften daselbst. — 1738 36 Wohnhäuser. — Bei Lppe lag die ausgegangene Ort ­ schaft Brungeringhausen und der noch 1612 vorhandene Hof Hültenbeck. Die Kirchen Die evangelische Pfarrkirche liegt im Dstteil, die katholische im lvestteil des Dorfes. Geschichte, pleban 1341, Pfarrer 1422 genannt, vie Kirche war den Uposteln Petrus und Paulus geweiht. Patronat besaßen 1541 die Herren von Khene. vie Kirche gehörte bis zur Reformation zum Dekanat Medebach des westfälischen Rrchidiakonats des vomprobstes zu Köln der Diözese Köln. Um 1450 waren Filialen die Kapelle St. Ursula in Kiederschleidern und die Kirche zu Hillershausen. 1626 wird der evangelische Pfarrer von kurkölnischen Trup ­ pen nach Medebach entführt und der katholische Gottesdienst gewaltsam eingeführt. 1654 ist die Kirche wieder evangelisch. 1663 wird zwischen Kurköln und Waldeck vereinbart, daß die Kirche zu Lppe von der evangelischen und katholischen Gemeinde gemeinsam benutzt werden sollte, vie evangelische Gemeinde wurde von Khadern, die katholische von Mederich versehen.— 1651 wird eine neue Kirche gebaut. Die jetzige katholische Kirche ist 1869 in neugotischen Formen errich ­ tet worden. Die evangelische Kirche wurde als einfache Saalkirche 1876 gebaut. Bestand Evangelische Xirche. Ueugotischer Sandsteinbau in Ouaderwerk. Schiff und Westturm. Satteldächer in Schieferdeckung. Nusstattung. Caf. 15° Zweiklpostelfiguren. H. beide 0,96 m. Lindenholz, Fassung neu. a) Petrus mit Buch Caf. 15' und Schlüssel, b) Paulus mit Buch. Das Schwert ist abgebrochen. Spätgotisch. E. 15. Jh.