48 Eimelrod Eimelrod Dorf an der Derbindungsstraße Kdorf—Usseln. Haufendorf in welligem Gelände, am Nord-Westrande des Tales des zur Diemel fließenden Mühlbaches. 471 Einwohner. Quellen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden ab IZ47. Landregister 7537 u. 1541. — lvaldeckischer Knschlußvertrag, § 5 flbf. 3 in waldeck. Reg.-Slatt 1428. S. 84. Literatur, w. Llassen 271. Reimer OL 108. varnhagen Mskr. wenck UL II 2b8. Te^chichle. Lmigerade (1310), Lpmegeroden (1347), Eimelrod (1459), Lmelrade (1537), Lmi- gerade (1541), Emmelrode, Eimelrod. — 1347 im Besitz der Herren von Itter, die hier eine Burg bauen wollen. 1357 verkauften diese die Hälfte des Kirchspiels an die von Padberg. 1414 von diesen an die Grafen von Waldeck abgetreten. 1391 Kirchdorf. 1537 im Besitz der Waldecker Grafen. Den Zehnten hatten die von Padberg. Höfe und Güter besaßen die von Padberg und von viermünden. 1590 von den Grafen von waldeck an Landgraf Ludwig von Hessen abgetreten und von diesem der Herrschaft Itter zugeteilt. E. gehörte seitdem zum klmt Vöhl. — 1585 und 1629 32, 1742 34 Haushaltungen; 1785 22 Wohnhäuser. 1870 großer vorfbrand, bei dem das halbe Dorf, das Pfarrhaus und eine wertvolle alte Ehronik vernichtet wurden. — E. ge ­ hörte zum Gogericht Flechtdorf und Freistuhl Usseln. 1866 kam es an Preußen und wurde dem Ureis Frankenberg zugeteilt. Beim Unschluß Waldecks an Preußen 1929 kam es zum Eisenberger Ureis. Uirche Lv., Pfarrkirche. Km Nordwestrande des Dorfes. Sie steht frei auf einer allseitig abfallenden Knhöhe. Kirchenbücher ab 1808. Kirchenchronik ab 1860. Ee^ä)lä)1e. Um 1400 Pfarrei. 1472 wird eine Uirche genannt. Sie gehörte im Mittelalter zum Ürchidiakonat horhusen (Uiedermarsberg) und zur Diözese Paderborn. Patronat besaßen 1541 die von Wulfsen, 1585 der Landgraf von Hessen. Zum Uirchspiel gehören von Ulters her Deisfeld und Hemmighausen. — Line Uirche war schon im 12. Jh. vorhanden. Schiff 1827 durch Baumeister Gülich neu erbaut. Der mittelalterliche Turm (12. Jh.) wurde im Jahre 1909 nach Einsturz abgetragen. Turm 1928 neu errichtet. Gleichzeitig Umgestaltung von Thor und Ultarraum. Bestand Grundriß. lUbb. ll). Biedermeieranlage über Rechteck, mit modernem Westturm. Taf. 16' Hufrtfr: Außeres, putzbau über unverputztem Ualksteinsockel mit überstehendem Platten ­ rand. 5ln Westseite Schiefersockel, bündig mit putz. Rn der Südostecke Rest eines Schrägsockels. Rn den Gebäudekanten Lisenen in putzquaderung. Rundbogenfenster mit Plattengewände in Kalkstein. Das westliche im Süden als Türe herabgeführt. Rechteckige Bleiverglasung. Gst- portal mit rechteckiger Plattenumrahmung in Kalkstein; im Sturz vertiefte Blende mit In ­ schrift in Kursive: „3 E (Zur Ehre) Gottes I I (im Jahre) 1827 v $ D <L Gülich". Schlichte, zweiflügelige vreifüllungstüre mit altem Beschlag. Freitreppe. Im Giebel im putz vertieftes Rundfeld mit aufgelegtem Kreuz. — Über flachem Kastengesims flaches Satteldach in deut ­ scher Schieferdeckung. Rn der Nordseite in der Fläche liegende Fenster als Oberlichts.