Dalwigksthal 43 M, T, Z. — 3m Inneren des Wohnhauses geräumige viele mit barocker Holztreppe, die Wangen mit Füllungen,- Galerie mit Bretterdocken. Schlichte barocke Türen. vom ehemaligen B r ü ck e n t o r an der Orke die Pfeiler mit Kugelaufsatz erhalten. T o r h a u s (51bb. 9). 3m Westen des Hofes, an der Südseite der nördlich vom Fluß begrenzten Taf. 12' Zufahrtsstraße. Eingeschossiger Rechteckbau mit zweigeschossigem Rundturm an Nordwestecke,- Bruchsandstein. 3n Ostwand des Rechteckbaues Türe mit rundbogigem Gewände, nach dem tonnenüberwölbten Linraum führend. 3n Nordwand drei radial gestellte, tiefliegende Schieß, scharten. Das Fachwerkobergeschoß modern. 3m Obergeschoß des Turmes gegen Nordosten eine Schlüsselscharte, gegen Nordwesten eine liegende Scharte. Vas Turminnere mit Flachkuppel ab ­ geschlossen. f)CM5 Kampf Locker umbaute Hofanlage am linken Ufer der Drke, unterhalb der Straße nach Münden. Sie besteht aus dem Herren ­ haus im Norden, der Scheune im Süden und dem Verwalterwohnhaus mit dem Stallgebäude im Westen. In dem öst ­ lich anschließenden Garten ein Bienenhaus. Gjefcfyicfyte. 3m Jahre 1593 von Johann d. j. von Valwigk-Lichtenfels gegründet. Der Name war ursprünglich „haus Kamp", später in „Kampf" umbenannt, von den ursprünglichen Bau. ten ist nichts erhalten geblieben. Das jetzige Wohnhaus wurde 1741 neu errichtet. Steinscheune erbaut 1776, 1884 erweitert. — Gut und haus Kampf befindet sich auch heute noch im Besitz der Familie von Valwigk-Lichtenfels auf Kampf. Bestand Herrenhaus: äußeres. Zweigeschossiger putzbau, spätbarock, mit Ouaderkanten und Taf. 13' Sandsteinsockel: dieser mit Karniesabdeckung, über einem fensterartigen Kellerzugang ver. kröpft. Die hoffront spiegelbildlich aufgeteilt, mit Mittelrisalit und beiderseits fünf Fenster ­ achsen. Vas Risalit von gequaderten Lisenen gerahmt. Sein Erdgeschoß ganz aus Ouaderwerk, mit Nbschlußgesims aus Platte, Wulst und Plättchen. Es wird durch zwei lange Schnecken ­ konsolen getragen und ist über dem Portal vorgekröpft und im Flachbogen hochgeführt. 3m Bogenfeld moderne Inschrift: „Erbaut 1593 / Erneuert 1741." Vas Portal in Plattenumrah ­ mung mit Ohren und Schlußstein. Zweiflügelige Zweifüllungstüre der Zeit. Freitreppe mit im Flachbogen geführten Stufen. Zu den Seiten des Portals schmale, schlichte Fenster. 3m Oberge ­ schoß des Risalits ein Fenster in Plattenumrahmung mit Ohren. Vas Risalit durch Flachgiebel abgeschlossen,- dieser von Gesims aus Platte und Wulst gerahmt. — Hauptgesims aus Schräg ­ brett mit Rhombenfriesdekor. Krüppelwalmdach mit Bieberschwanzdoppeldeckung. Die west ­ liche Giebelfläche verschiefert. vier steile gegiebelte Gaupen gegen den Hof. Inneres. Die Raumausstattung aus der Bauzeit großenteils erhalten: Eingangshalle mit quadratischen Sandsteinplatten belegt, hölzerne Trennwand mit Barock-Rrchitektur vor Treppen ­ haus. Die geschlossenen Treppenbrüstungen mit schlichtem Bandornament. Die Räume im Erd ­ geschoß mit schlichter Holzverkleidung, gestrichen. Nlessingtürschlösser, darauf graviert 1740 bzw. 41 und Wappen derer von Dalwigk und von Rüdesheim mit den Buchstaben: F. W. Z. V. D. bzw. I. Z. H. V. R. Ausstattung. Fünf Konsoltische, aus holz geschnitzt, mit z. T. alter farbiger Fas- Taf.14' sung. Deckplatten aus Lahnmarmor. Späte Rocailleornamentik. Um 1770. 2 Kaminfassungen aus Stein, mit später Rocailleornamentik, um 1770. Johanna Luisa henrietta von Dalwigk, geb. von „Rüdisheim". Gl auf Lein- Taf. 14' wand. h. 0,74, Br. 0,64 m. 3n gemaltem Ovalrahmen Brustbild in blauem Kleid und braunem Umhang. Blumenschmuck im haar. Nach der alten rückseitigen Leinwandbeschriftung gemalt 1735.