Dalwigksthal 37 Dalwigksthal Dorf an der Straße Korbach—Zrankenberg. Zunge Streusiedlung am Einfluß des Lisenbaches in die <vrke, in tief eingeschnittenem Tale gelegen. 185 Einwohner. Quellen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden ab 1218. Übten. Langenbecks Nachlaß. — Das von Dalwigksche Fa- milienarchiv, das sich z. iE. auf Haus Kampf, z. C. im Staatsarchiv Marburg befindet, ist z. 3t. unzugänglich. — waldeckisches Regierungsblatt 1851, S. 10. Literatur, w. Classen 275. L. Lurtze 650 ff. Zrhr. Zr. v. Dalwigk. vurg Lichtenfels in waldeck. Gesch.vl.vd. 2 1902 S. Iff. Reinhard von Dalwigk in Zustis „Vorzeit" Ig. 1828. Ders. vurg Lichtenfels. v. Klettenberg Mfkr. 1728, C. I Kap. II § 12. Kopp, Nachrichten der Herren von Itter, Marburg 1751. varnhagen Grdl. I UV. Ders. Mskr. Wests. UV. Karten und Pläne. „Schloß Lichtenfels im Zürstenthum waldeck, im Jahre 1462." Lith. von Louis, gedr. von E. $. Müller in Tarlsruhe, 1. h. 19. Zh., in der fürstlichen Schloßbibliothek Rrolsen. Die Dorfgemeinde „Dalwigksthal" wurde durch das waldeckische Gesetz vom 24. Januar 1851 durch den Zusammenschluß der Güter Kampf, Sand und Lichtenfels und den daselbst gelegenen Ansiedlungen und Mühlen gegründet. Die Talsiedlung mit der Kirche führte bereits seit dem Mittelalter den Namen „Tisenbeck". Der Name kommt schon im 14. Jh. und noch Ende des 18. Jh. vor. 1598 „Lysenbecke". In früheren Zeiten auch „die Grund" genannt. Burg Lichtenfels Höhenburg am östlichen Rande des Drketales. Lechtenflins (um 1200), Lichtenvils (1230), Lechtenvels (1277), Lichtenvels (1336), Lichtinfelß (1424). — Die Burg Lichtenfels wurde 1189 von Nbt widekind von Corvey erbaut. Bald darauf zer ­ stört. Zwischen 1223 und 1230 von Nbt Hermann I. von Corvey wiedererrichtet. 1230 wurde die Hälfte von Lichtenfels von Nbt Hermann von Torvey an den Erzbischof Heinrich von Köln gegen ein Schutzbündnis abgetreten. 1249 jedoch wieder in Torveyschem Besitz. 1244 werden als Burgmannen genannt Ndelung von Froizberg, Bernhard und Llgar von Dalwigk, volpert von Meineringhausen, Berthold, Gottfried und Clgar von Lauterbach, Gerlach Blivar und Buchard von Benvilth. Erste Abtretung der Burg Lichtenfels an den Grafen Adolf von waldeck, wahrscheinlich als Corveyschen Ministerialen, um 1264. Darauf Fehde zwischen dem Grafen von waldeck und den sich zur Abwehr verbündeten Bischöfen von Köln und pader- born, aus der Graf Adolf siegreich hervorging. Am 21. Juli 1267 verpfändet Corvey dem Grafen Adolf Schloß Lichtenfels und die Städte Sachsenberg und Fürstenberg für 700 Mark Denare. Bald darauf verbündet sich Torvey mit Köln zur Wiedereroberung von Lichtenfels gegen waldeck und seine Alliierten, zu denen diesmal Paderborn gehörte. Cs folgen heftige Feh ­ den, doch muß Corvey am 20. Mai 1297 dem Grafen Gtto von Waldeck endgültig den Besitz von Lichtenfels zugestehen. 1298 verpfändet das Stift Corvey auch das Amt Münden an die Grafen zu waldeck für 100 Mark. Dieses bildet von nun an das Amt Lichtenfels. 1321 ver ­ gleich zwischen waldeck und Corvey über den Besitz von Lichtenfels, Sachsenberg und Fürsten ­ berg. Bitter Eckhard von Bicken erhält das Burglehen zu Lichtenfels als waldeckisches Lehen. 1336 Verpfändung von Burg und Amt durch den Grafen Heinrich von Waldeck an Graf Jo ­ hann von Nassau-Hadamar zur Sicherheit des Brautschatzes seiner Tochter Elisabeth. Verwal ­ tung des Pfandes durch volprecht von Hohenfels und Heinrich von Vorfeld bis zur Wieder ­ einlösung im Jahre 1347. Corvey stellt erneute Ansprüche, doch erhält es in einem vergleich vom 19. April 1349 von den Grafen 300 Mark Schadenersatz. Gegen Ende des 14. Jh. wird Taf. 12'