B e r n ö o r f 31 Bernöorf Dorf an der Straße und Bahnlinie Arolsen—Rorbach. Haufendorf in Tallage am Nordrande des Tales der Twiste. 742 Einwohner. Hu eilen. Staatsarchiv Marburg: Urkunden ab 1246. Nopiare. Akten. Landregister I5Z7 und 1541. Salbuch 1682. Langenbecks Nachlaß. — pfarrarchiv: Linwohnerverzeichnisse von 1542 und 1642, psarrchronik. Literatur, w. Elasten 271. L. Lurtze 641. F. A. v. Ulettenberg Mskr. 1758, T. l Rap. lt 8 12. varnhagen Mskr. Wests. UB. Karten und Pläne. Staatsarchiv Marburg: Ansicht a. d. Vogelschau, L. 16. Ih., Nr. I» 50 Grenzkarte. Gemeinde ­ forst 1845. Beranthorpe (um 860), Beredorpe (um 1075), Berenthorp (1219), Berindorp (1246), Berndorp (1541). — Um 860 von haleighard dem Kloster dornet) gestiftet. Um 1075 dorvet)scher Besitz. 1194 Vorwerk des Klosters Flechtdorf. 1219 verpfänden die Grafen von Schwalenberg den Zehnten in B. dem Burghard von Rothen. Die Grafen volkwin und Rdolf von Schwalenberg haben 1227 Güter in B. von Paderborn zu Lehen. 1246 übereignen die Brüder von Itter mit Einwilligung ihrer Lehnsherren der Grafen von Ziegenhain ihre Güter in B. dem Kloster Uetze. 1247 und 1256 stiften die Brüder von Gudenberg Güter und Hausstätten in B. dem Kloster Uetze. 1337 übereignet Heinrich von Wormeln Güter in B. dem Kloster Flecht ­ dorf. Udlige de Berndorp kommen von 1247 bis ins 15. Jh. vor. Um 1350 haben in B. als waldeckisches Lehen inne: Heinemann von Itter eine Mühle, Conrad von Gtmarinchusen die Obere wühle und die von viermünden und von Uordenbeck Teile des Zehnten. Um die gleiche Zeit verkauft Kloster Flechtdorf einen Klosterhof daselbst. 1361 verkauft Kloster Uetze die unterhalb des Dorfes gelegene Walkenmühle, auch „holländische Mühle" genannt, an die Wollwebergilde zu Korbach. Graf Otto von waldeck genehmigt den verkauf und die Be ­ nutzung durch die Wollweber. 1432 verkauft die Wollwebergilde zu Korbach einen Teil ihres Landes zu B. an die Stadt Korbach zur Rnlage einer neuen Mahlmühle. Um 1460 haben die von Pappenheim einen Hof und die von Dalwigk ein Lehngut in B. 1509 hat vol- mar Tontzen den „Mönchehof" des Klosters Uetze von diesem zu Lehen und soll ihn baulich instand halten. Die Grafen von Waldeck haben seit etwa 1510 Güterbesitz daselbst. 1528 hat Johann von Grafschaft den Zehnten als Pfand von Graf Philipp d. R. inne. 1536 verkauft Graf Philipp einen Hof in B. 1537 haben die von viermünden, die von wulffen und die von Rehen Güter daselbst. Zur gleichen Zeit gehört die Obermühle dem Lips von Scherbe als Lehen der von Usseburg, die Mittelmühle den Grafen zu Waldeck, die Niedermühle der Stadt Korbach und die Walkenmühle der wollwebergilde daselbst. Gegen Ende des 17. Jh. und im 18. Jh. befand sich bei B. ein Kupferbergwerk, doch ist dieses bereits Mitte des Jahrhunderts stillgelegt. Zur gleichen Zeit sind Silberschmiede in B. ansässig. Berndorf gehörte zum klmt Eisenberg und zum Freistuhl Mengeringhausen. Im Dorf befand sich ein Baurgericht. — 1738 73 Wohnhäuser. — Bei Berndorf lagen die ausgegangenen Ortschaften Schadehausen, Sar- minghausen und Llfringhausen. Kirche Lv. Pfarrkirche. Auf einer Anhöhe am Nordrande des Dorfes. Der sie umgebende Rasenplatz ist der ehemalige Fried ­ hof (f. unten!). Kirchenbücher ab 1643. (5e[cf)id)te. pleban 1366, Pfarrer 1422 genannt. Patronat hatten bereits 1541 die Wal ­ decker Grafen. Zur Pfarrei gehörte als Filial Helmscheidt, 1565 vorübergehend auch Gber- waroldern. B. gehörte im Mittelalter zum klrchidiakonat horhusen und zur Diözese Pader ­ born. — Erbaut Ruf. 12. Jh. 1592 wird die Kirche renoviert und durch Meister Jörgen