6 Einführung stiftete haleighard seine Besitzungen in Berndorf und Mühlhausen dem Kloster Corner). 3m gleichen Jahrhundert schenkte Graf Ludolph, Schwiegersohn des Grafen Billing und später Herzog der Gstsachsen, seine Güter an der Diemel bei Billinghausen an Corner). Otto der Er ­ lauchte, Stammnater der Sachsenkaiser, trat im Jahre 888 mit Bewilligung des Kaisers klrnulf seine Besitzungen in Goddelsheim an Corner) ab. Und schließlich gab Kaiser Vtto II. im Jahre 980 sein Eigentum in Korbach, Lelbach und Uhena im Tausch an Corner). Um 1020 gelang es Corner), weitere Besitzungen in Mühlhausen, Rhadern, Gber- und Niederense und Ivelleringhausen zu erwerben. 1028 ist Corner) im Besitz non Gütern in Münden, 1043 in Seringhausen, 1070 in Cppe, 1075 in Schweinsbühl und 1120 in Rhenegge. 1126 stiftete die edle Matrone Riclinde und ihre Schwester Friderun neben ihrem Schloß und ihren Gütern in Itter ihre Besitzungen in Korbach, vingeringhausen, Ober- und Niederense und am Eisen- berg an Corner). Um 1189 gründet Corner) das Kloster Schaaken bei Goddelsheim, und um 1200 erbaut 5lbt Widekind non Corner) die Burg Lichtenfels. 1244 ist Fürstenberg Corneyscher Besitz, und um 1250 wird non Torney die Stadt Sachsenberg gegründet. 1298 hat es Besitzun ­ gen in Neukirchen und schließlich um 1350 auch noch in Sudeck und Meineringhausen. Neben Torney trat das Bistum Paderborn als mächtigster Konkurrent in der Erwerbung territorialen Besitzes auf den Plan. Um 1020 gelang es dem Bischof Meinwerk, die Grafschaft des Grafen Dodico non Marburg in seinen Besitz zu bringen. 1021 ließ sich Meinwerk die Schenkung non Kaiser Heinrich II. bestätigen. Ruf die gerichtliche Klage des Grafen Benno non Northeim nerftand es Bischof Rribo non Mainz nach dem Code Kaiser Heinrichs II., den Kaiser Konrad II. 1025 zu veranlassen, vodicos Komitat an Mainz zu schenken. Der Erz ­ bischof belehnte damit den Grafen Benno non Nordheim. Doch gab Kaiser Konrad II. 1033 nach Rribos Tod die Grafschaft an Paderborn zurück. Unmittelbar darauf erscheint Bischof Meinwerk im Besitz bedeutsamer Güter und Ortschaften in unserem Gebiet. 1036 übergibt er den Zehnten der „curia dominicalis Curbyke“ fKorbach) und der vier dazugehörigen Vor ­ werke in valwigk, Ober- und Niederense, sowie Lengefeld, dem neugegründeten Kloster Busdorf bei Paderborn. Um diese Zeit hat Paderborn auch Besitzungen in Rhena, Storm ­ bruch, Flechtdorf und Dingeringhausen. Ruch weltliche Cerritorialherren treten neben diesen geistlichen Landesherren allmählich immer stärker in Erscheinung. Die Grafen von Arnsberg haben Besitzun ­ gen in Udorf, Neerdar, Oberense, Eppe und Niederschleidern. 3m Vesten ragt die Frei- grafschaft Düdinghausen der Herren von Bühren mit den Ortschaften Cppe, Niederschleidern und Hillershausen in unser Gebiet. Die Herren non 3tter, deren Herrschaft im Südosten an das Kreisgebiet grenzt, waren in Nordenbeck, Gber- und Nieder ­ ense, Udorf, Velleringhausen, Höringhausen, Strothe und Meineringhausen begütert. 3m ganzen nördlichen Teil des Kreises haben die Herren von Padberg umfangreiche Be ­ sitzungen gehabt. 1101 fundiert Graf Erpo non Padberg das von ihm gegründete Kloster Voke- Flechtdorf mit Gütern in Flechtdorf, Mühlhausen, Wirmighausen und Rattlar. Und auch spä ­ ter noch sind die non Padberg im Besitz non Gütern in heringhausen, Stormbruch, Ottlar, Sudeck, Rhenegge, Schweinsbühl, Helmighausen, Giebringhausen, Eimelrod, Neerdar und Benk ­ hausen. Seit Beginn des 12. Jahrhunderts gelang es den Grafen von Schwalenberg, den späteren Landesherren, umfangreichen Cerritorialbesitz zu erwerben und ihre Macht zu er ­ weitern. Diese waren um 1002 als Grafen in den Gauen Vetigo und Cilithi in der Weser- gegend bei Hameln und Pyrmont ansässig. Ihre Stammburg, die Schwalenburg, lag etwas süd ­ lich hiernon im Lippischen. Schon frühzeitig haben sie Streubesitz im Waldecker Land ge ­ habt. 3m Jahre 1102 gelang es Graf Heinrich von Schwalenberg, die Schirmnogtei des Bis ­ tums Paderborn zu bekommen, und wenig später, 1113, erhielt er auch die vizeadnokatie des Stiftes Torney. 3n diesen Stellungen wußten sich die Schwalenberger Grafen eine Reihe non Generationen hindurch zu halten, und so konnten sie ihre Machtpositionen immer stärker aus ­ bauen und ihren persönlichen hausbesitz mehren und befestigen. Graf volkwin I. erwarb Mitte des 12. Jahrhunderts von dem adligen Geschlecht der von waldeck deren Stammburg W a l d e ck, die nunmehr auch die Stammburg der Waldecker Linie der Grafen non Schwalen ­ berg wurde. Schon sein Sohn Widekind V. nennt sich zum erstenmal Graf non Schwa ­