Wolfhagen 205 Satteldach mit Pfannen. An der Westseite das ehemalige 8 o r st a m t, jetzt Beamtenwohnhaus, verputzter Sandsteinbau von reizvollen Verhältnissen. L. 17. Ih. Symmetrischer, zweigeschossiger Bau von sieben Achsen Längsfront: Die mittleren drei Achsen als drittes Obergeschoß hochgeführt, flaches Giebcldreieck in Zachwerk. Lingangstür in gefastem Gewände, mit Oberlicht über steinerner Rämpfcrplatte, barocke zweiflügelige Brettertüre. Rechteckige Zenster mit schlichtem Gewände. In der nördlichen Achse Durchfahrt mit gefastem, rundbogigen Gewände. Walmdach mit Biber ­ schwanzdoppeldeckung. Der Mittelaufbau der Westseite verschiefert. Stadtbefestigung von der Stadtmauer sind Reste erhalten, auch, in einer nach Abbruch erneuerten Zorm, vor der Ostscite des ehemaligen Burgbezirkes, von den ursprünglich fünf Stadttoren sind drei in ihrer barocken Zorm erhalten. Rattenturm. Nördlich vom Schützcberger Tor. Einziger erhaltener Turm der alten Stadt- Taf.522 befeftigung. Auf halbkreisförmigem Grundriß. Zugang in Höhe des ehemaligen Laufganges der Stadtmauer an der Südseite, ca. Z m über dem Boden. An der Südostecke oben ein Wappen ­ schild. Oberstes Geschoß durch Hohlkehlgesims abgesetzt. Ehemalige Zenster jetzt als Brüstungs ­ zinnen verwandt. Nördlich hiervon führt ein Stück der alten Stadtmauer weiter. Bürgertor. Zwei quadratische Pfeiler aus Sandstein mit stark vorkragendem Gesims. Darüber flacher Pyramidenaufsatz. 18. Ih. T e i ch t 0 r. In gleicher Zorm, aus gleicher Zeit. Schützeberger Tor. In gleicher Zorm, aus gleicher Zeit. Sradtkirche St. Anna. Ev. Pfarrkirche. In der Mitte der Stadt auf freiem, baumbestandenen Platz, darauf gegenüber dem Chor das Ehrenmal für 1870/71: Liegender Löwe (Bronzeguß) auf Sandsteinsockel. Rirchenbücher seit 1575, Reg. ab 1830. (ÖcfcfyicfytC» 1235 Rirche und pleban genannt. Die Rirche unterstand zunächst der Pfarrei Schützeberg. Seit 1254 Patronat Rloster Hasungen. 1289 verlegt der Pfarrer von Schützeberg seinen Wohnsitz nach Wolfhagen. Seitdem in Schützeberg vizcpleban. 1235 wird der große Altar durch den Bischof von Paderborn geweiht zu Ehren der Iungfrau Maria, der hl. Anna, der hl. Laurentius, Amandus, Zranziskus, der unschuldigen Lindlein, der Iungfrau Lufemia u. a. Heiligen. Er wird jedoch meist als Annenaltar bezeichnet. 1501 wird die ganze Rirche der hl. Anna geweiht. 1269 wird ein Marienaltar gestiftet. 1269 erfolgen Stiftungen zu einem St. Andreas- und St. Ratharinenaltar. 1286 beansprucht Rloster Hasungen das Patronatsrecht über 2 gestiftete Altäre, weitere Altäre werden genannt: St. Nikolaus und Latharincnalter 1417, Iohannesaltar 1425, Altar zu Ehren der hl. Petrus, Paulus und Bartholomäus 1461 gestiftet, Altar zu Ehren der hl. Iakobus d. Ä., Thomas und Valentin 1488 gestiftet, weiter werden ein Hl. Rreuz-Altar und ein Altar der hl. Margarete erwähnt. Mehrere Stiftungen zum Bau der Rirche werden 1336 und 1350 erwähnt. — Zur Zeit der Altarweihe von 1235 kann erst der nicht mehr erhaltene Chor voll ­ endet gewesen sein. Langhaus 2. H. 13. Ih> errichtet. Einflüsse der Rloftcrkirche zu Haina sowie der Pfarrkirche zu Volkmarsen, so daß zwei Meister angenommen werden müssen. Vollendung des Tur ­ mes 1. H. 14. Ih. Die zweigeschossige Marienkapelle an der Nordseite des Chores im 3. Viertel des 14. Ih. errichtet. 1389 wird ein Altar für diese Rapelle gestiftet. Der Chor wurde im frühen