200 Wettesingen ter Kämpferplatte und mit am Triumphbogen gekehltem, sonst schlicht gekantetem Sockel, nur teilweise ausgebildet bzw. erhalten. Aißbodenbelag aus rechteckigen Sandsteinplatten. In der Nordoftecke des um eine Stufe höher gelegten Chores zwei schmucklose Nischen. Die wände ein ­ schließlich der Schildbögen und der Gewölbe geputzt, geweißt und teilweise bemalt, u. a. sind Rippen und Schlußsteine durch Malerei vorgetäuscht. Die Architekturteile grau geschlemmt und ge- quaderr. — An den Außenwänden des wcstjoches innen Mauerabsätze, die möglicherweise auf eine dort erfolgte spätere Erneuerung des Mauerwerks von der bezeichneten Höhe ab schließen lassen. — Das steile gotische Kirchendach mit dreifach stehendem, zweigeschossigem Kehlbalkendachstuhl über Stichbalkenlage. Im Lhordach Kehlbalkenlage ohne Unterstützung. Gefachwand zwischen Kirche und Lhordach. Wandmalerei a) An den drei Kreuzgratgewölben Betonung der Grate, des Gewölbemittelpunktes und der Kap- penschcitel durch zartgliedriges, arabesk geschwungenes Ranken- und Blattwerk, durch kräftige Seil- streifen, einfache Streifen und Winkelhakenbänder. Im östlichen Ioch als Schlußsteinmalerei Kreuz mit zwei Lanzen und vier Medaillons: Löwe (Markus), Engel (Matthäus), Stier (Lukas); das Medaillon an der östlichen Kappe übermalt von zwei schlecht erhaltenen Wappen (wohl 17. IH-). Im westlichen Ioch als Schlußsteinmalerei: Dornenkrone mit drei Nägeln und Umschrift (gotische Minuskel) „Anno domini mcccclxxxv (1485) et ". 8arben: rot, hellgrün, grau schwarz, violett. a) Vorhänge an allen vier Schiffsseiten und Knorpel- und Beschlagwerkornamentik an den Ge ­ wänden der beiden östlichen 8enster der Südseite und des östlichen 8enstcrs der Nordseite (ocker, rot, graugrün und schwarz). 2. H. 17. Ih. Taf. 51» Ausstattung. Kanzel aus Sandstein, in alter Olfarbenfasfung (H. 2,06 m). Korb im ö/g-Typ, Brüstung mit unterem und oberem Abschlußprofil (oben Konsolenfries aus Holz, bemalt). An den Brüstungsseiten in flachem Relief: Wappen von Calenberg und gemalt: in Knorpelwerk ­ kartuschen die Halbfiguren Matthäus mit Engel, Markus mit Löwe, Lukas mit Stier, Iohannes mit Adler, Petrus mit Schlüssel, Paulus mit Schwert, Andreas mit Andreaskreuz, Apostel (?) mit Stab. Als Lorbftütze kurzer Steinpfeiler, oben achtseitig, mit quadratischem 8«ß (sicherlich die alte Taufsteinstütze, das Taufbecken im Pfarrgarten, um 1600). Schalldeckel aus Holz, neu bemalt, von unregelmäßiger 8orm, mit Kantengesims und Stirnaufsätzen. Holztreppe aus pfarrstand. 2. H. 17. Ih. pfarrstand neu bemalt; mit niedrigem Brüstungsgitter und hoher Rückwand. Eingelegte Rechteckfüllungen mit profilierten Deckleisten. Alte Angelbeschläge und 8ederschloß; an der Brüstung geschnitzt „ANNO 1667". Empore modern, unter Verwendung älterer Teile (z. B. Stützen der Ostemporen). Die Blend ­ füllungen der Brüstungen enthalten die Namen der Kriegsteilnehmer und Gefallenen von 1814/15, 1870/71 und 1914/18. Taf.72' Gestühl neu bemalt. Mit Deckleiste und profilierter Seitenwange; die Vorderwände teils mit Rechteck-, teils mit Blendarkadenfüllungen. 3 Seitenwangen mit flach geschnitzter Ornamentik. Ge ­ stühl an der Ostseite mit Gesangbuchbrett und 8-förmig abgeschlossenen Seitenwangen. Die vor ­ derwand mit Rechteckfüllungen und abschließendem Konsolenfries, sowie eingeschnitzter Kapitale „George Kepper, Hans George Man anno 1669". Stand neu bemalt, Brüstung mit Blendarkadenfüllungen. 17. Ih.