194 Wenigenhasungen Wenigenhasungen Dorf an der alten Straße Lasse!—Wolfhagen nordwestlich des Hasunger Berges. Haufendorf in ebenem Gelände. 435 Einwohner. (Quellen. Staatsarchiv Marburg: Hasunger Urkunden ab 1252. Katasterbücher, 3 Bde., 1737, 1750. Gemeinderechnungen ab 1814. Lonsiftoriumsakten. Karten und Pläne. Staatsarchiv Marburg: Gemarkungskarte, 11 Bl.; Hartmann, 1686. Lonzeptkarte 18. Ih. Gemarkungskarte, 26 Bl.; 1873/76. Literatur. Classen, 231. Hochhuth, 236. Reimer, OL 207. Ritter, 97. (beschichte. Villa wenigen Hasungen 1252. Nidern Hasungen 1335. — Gehörte dem Kloster Hasungcn. 1585 als zur vogtei Hasungen gehörig erwähnt. Kirche Inmitten des Dorfes auf umfriedetem Platz. Einfriedigung auf altem Sandfteinsockel, Pfeiler bez. 1907. Geschichte, pleban 1258. 1585 nach Iftha eingepfarrt. Seit 1747 Mal von Istha. — Turm mittelalterlich, 14. Ih. Die Kirche 1748 neu errichtet (s. Inschr.). Turmhelm 1787 (s. Wetterfahne). Bestand Grundriß. Gotischer Westturm, quadratisch. Barocke Saalkirche über regelmäßigem Recht ­ eck (Abb. 67). r » A ip! til ! : - | , 7 * HD/ 1 ! • i . Taf. 25 t A u f r L ß : Äußeres. Sandfteinbau. Turm ein schlankes Massiv aus unten lagerhaftem, oben wildem Bruchstein mit Ouaderkanten, breit gefugt. In Südseite im Erdgeschoß Rundluke aus einem Stein. Im 1. Obergeschoß qua ­ dratische Öffnung, im obersten Geschoß schlichte Spitzbogenfenster mit Mittel- . . _ . , „ „ Abb. »7. Wenigenhasungen, Grundriß der Lirchc. ;:roo Pfosten und Spitzbogen, gefast. An der Westseite schlichte Stichbogentüre nnt Ohren, im gerahmten Schlußstein bez. 1748. Benagelte Bret ­ tertüre, barock. An der Ostseite ehemaliger Zugang in Höhe des 1. Obergeschosses, zugesetzt, im oberen Teil als Innennische erhalten. Hölzerner Turmaufsatz mit achteckiger Laterne und Kegel ­ dach, beide verschiefert, Dachanlauf mit Biberschwanzdoppeldeckung in Schieferfassung. Das Schiff über Schrägsockel. Das Mauerwerk im Südteil der Westwand in Baustoff und Schichtenhöhe des Turmes, sonst unregelmäßige Quader, breit gefugt, untermischt mit steinsichtig verputztem Bruchstein; Ouaderkanten. Schlichte Stichbogenfenfter in Werksteinfassung. Walm ­ dach in Biberschwanzdoppeldeckung. Inneres. Turm. Über Erdgeschoß flache Decke. Steinplattenfußboden. Durchgang zur Kirche mit hohen Stichbogen. Helm auf aufgehängtem Kaiserstiel.