Breuna 29 Breuna Dorf südlich der Staatsstraße Lasset—warburg, an der Straße Niederliftingen—Volkmarsen. Haufendorf in ebenem Gelände. 1036 Einwohner. «Quellen: Staatsarchiv Marburg: Urkunden 1257-1569. Latafterbuch 1 Bd. 1748. Latafter- buch, 5 Bde. 1831. Gemeinderechnungcn ab 1796. Lonsiftoriumsakten. Larten und Pläne: Staatsarchiv Marburg: Gemarkungskarte 1713 (fast unbrauchbar). Gcmarkungskarte in 53 Bl. 1872—1876. Literatur: Classen, 241. Dehn-Rotfclser-Lotz, 19 und 335 ff. Hochhuth, 253. Reimer, OL 66. Ritter, 94. Wests. UB. (öeschlchte. Brune 1257. Brun 1400. — 1341 Hess. Lehen der von Calenberg. 1457 an Heinrich von Gudenberg verkauft. 1541 Lehen der von der Malsburg. Der Ort hat im siebenjährigen Lrieg stark gelitten und wurde 1757 von den Franzosen besetzt. In der Gemarkung lag die ausgegangene Ortschaft Hiddesen. Lirche In der Mitte des Dorfes auf einer durch eine Bruchsandsteinmauer mit Werkstcinabdeckung gegen die westlich und südlich vorbeiführende Straße hin abgestützten Terrasse. Kirchenbuch der Gemeinden Breuna, Rhöda, Escheberg und Malsburg 1661—90 und ab 1730. Reg. ab 1730. <föefd}id)tC . Lirche 1257 erwähnt. Der hl. Margaretha geweiht. Patronat 1257 die von Itter als Lehen der Grafen von Everftein. 1451 kam das Patronat an die Rabe von Calenberg, von die ­ sen 1457 an Heinrich von Gudenberg. 1534 kam cs als Lverftein'sthes Lehen an Herzog Ernst von Braunschweig-Lüneburg; dieser belehnt damit 1541 Hermann von der Malsburg. — Erb. 12. Ih., später vielfach verändert (siehe Baubeschreibung). Lapellenanbau 1343. Schiffs ­ wölbung 16. Ih. 1559 Obergeschoß des Turmes in Machwerk ausgeführt, 1876 massiv erneuert. Bestand Grundriß .Romanische Anlage aus quadratischem Lhorturm im Osten und einschiffigem L i r ch e n raum aus drei querrechteckigen Iochcn. An der Nordseite des Turmes, mit seiner Ost- wand bündig, und an der Nordscite des Schiffes nachmittelalterliche Lapellenanbautcn über Recht ­ eck. (Abb. 8). Aufriß: Äußeres. Lalkfteinbau mit Sandstein untermischt; lagerhafter Bruchstein, z. T. stcinsichtig verputzt. Sandfteinquaderkanten. Turm. Das alte Steinmassiv modern erhöht. An der Süd- und Oftseite Stichbogenfenfter zum Lhorraum, sonst schmale Luken. Schiff. Im Nor ­ den und Süden stellenweise Schrägsockel. Barocke Stichbogenfenfter; unter dem im Westen schlich ­ tes Rechteckportal mit zweiflügeliger barocker Brettertüre, unter dem mittleren im Süden Rest des spätgotischen Türgewändes; Lchl- und Wulstprofil mit gerauteten Sockelchen. Am Oftende der Südwand vermauerte romanische Türöffnung mit konsolartig ausgekragtem Lämpferstein zum Auflager des geraden Sturzes. Im Westtcil der Südwand in Fenftersohlbankhöhe Mauerabsatz mit Schrägabdeckung. Stützpfeiler mit Schrägsockcl, der östliche der Südseite bez.: Pultdach mit Falzziegeln. Links neben dem westlichen Pfeiler der Südwand Inschriftftein mit Psalm 27, rechts davon ein Malsburgisches Wappen. 16 ZO Taf. 6 Taf. 6