V o rwo rt VII Vorwort m it dem vorliegenden Band beginnt eine neue Folge der Bestandsaufnahme im Regie ­ rungsbezirk Rassel. Die Bearbeitung ist durchgeführt auf Grund der Richtlinien, für die der Deutsche Tag für Denkmalpflege im Oktober I9Z3 die ersten grundlegenden Angaben zur Verfügung gestellt hat. Diese sind inzwischen unter Mitwirkung der für die Durchführung verant ­ wortlichen Inventarisatoren erweitert und überarbeitet. Die Bestandsaufnahme ist eine monumentale Landesbeschreibung, die das ganze Reich umfaßt. Ge ­ fordert wird grundsätzlich die beschleunigte Fertigstellung. Die Beschleunigung der Arbeiten setzt voraus eine Rürzung des Textes, und die Schwierigkeiten der Finanzierung erfordern eine Ver ­ kleinerung des Formats, dessen Größe nunmehr für das ganze Reich einheitlich festgelegt worden ist. Dabei versteht es sich von selbst, daß wesentliches im Text nicht fehlen darf und daß die Abbil ­ dungen so zahlreich wie möglich sein müssen. Das Bild wird immer einen stärkeren Eindruck ver ­ mitteln als das gedruckte Wort. Überhaupt ist das Inventar keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern ein Nachschlagebuch für den Eigentümer der Denkmäler, die Behörden und alle Zweige der Forschung. Das setzt voraus eine übersichtliche Anlage und eine kurze treffende Formulierung, wenn es gelingt, darüber hinaus Text und Abbildungen anschaulich und eindrucksvoll zu gestalten und dadurch die kulturellen Güter einer Landschaft der Bevölkerung nahezubringen, die Geistigkeit der bodenverbundenen Rultur aufklingen zu lassen, so hat die Arbeit ihren Zweck erfüllt. Line der Bestandsaufnahme vorangestellte Einführung hat im besonderen diese Aufgabe. Der historische Teil enthält diejenigen Unterlagen, die zum Verständnis der Denkmäler erforderlich sind. Er will nicht erschöpfend sein und hat sich im wesentlichen auf die neuesten Veröffentlichun ­ gen des Instituts für geschichtliche Landeskunde von Hessen und Nassau in Marburg gestützt. Der kunftgeschichtliche Text will nur das wesentliche geben, dieses aber zuverlässig und präzise er ­ fassen. Vorgeschichtliche Denkmäler sind nur da kurz erwähnt, wo sie als wesentliche Merkmale des Ortes oder der Landschaft stark in Erscheinung treten. Im übrigen bleibt die Bestandsaufnahme dieser Denkmäler den dafür zuständigen Stellen vorbehalten. Die Bearbeitung des Materials ist so erfolgt, daß Dr. Gottfried Ganßauge die zeichnerischen Auf ­ nahmen hergestellt und die Baubeschrcibungen verfaßt hat, Dr. Wolfgang Medding den histori ­ schen und baugeschichtlichen Teil sowie die mittelalterliche Plastik und Malerei und den größten