112 01. April 2008: 70 Jahre Flugplatz Fritzlar In den vergangenen 70 Jahren hat sich der Fritzlarer Flugplatz mit seiner Kaserne immer wieder verändert. Viele Truppenteile sind gekommen und gegangen, Gebäude wurden abgerissen, andere modernisiert oder neu gebaut. Er wurde mit einer festen Start- und Landebahn sowie Einrichtungen für An- und Abflüge nach Instrumentenflugregeln bei schlechtem Wetter ausgerüstet. Derzeit laufen die umfangreichsten Veränderungen in der Geschichte des Flugplatzes, um ihn für die neuen Anforderungen fit zu machen. Insgesamt hat die Flugplatzanlage ihren Charakter eines Fliegerhorstes aus den 1930er- Jahren, auch dank der unermüdlich konsequenten Bemühungen der Denkmalpflege, die bei den Soldaten nicht immer auf Ver- ständnis gestoßen sind, unverkennbar erhalten. Es macht heute Freude, zu erkennen, wie alte zweckmäßige Bau- substanz nicht abgerissen, sondern sa- niert, modernisiert und mit neuen Ergänzungen wieder zu einem schönen Gesamtensemble entwickelt wird. Der Flugplatz Fritzlar ist einer der wenigen militärischen Standorte in Deutschland, der in den vergangenen Turbulenzen von Umgliederungen, Reduzierungen, Auflösungen und Neuaufstellungen von Truppenteilen und Garnisonen gerade wegen seiner zentralen geographischen Lage 70 Jahre überlebt hat und nun zu einem der modernsten Standorte des Heeres ausgebaut wird. Fritzlar hat Modellcharakter für die Modernisie- rung weiterer Heeresflugplätze, wie Faßberg und Roth. Fritzlar bleibt in Deutschland das wichtigste militärische Drehkreuz für Luftfahrzeuge zum Tanken. Holzdorf  Fritzlar  Roth Celle  Rheine Laupheim  Faßberg  Nieder- stetten  Bückeburg