24 Die folgende Luftaufnahme eines britischen Höhenaufklärers ist eine Rarität. Sie zeigt den Flugplatz im Mai 1943 nach Ablaufen der Wassermassen. Die Eder am oberen Bildrand führt noch Hochwasser. Das Foto ist das einzige, auf dem alle ursprünglich gebauten Flugzeughallen zu erkennen sind, insbesondere auch die Halle 1 links unten, von der sonst keine andere Fotografie bekannt ist. Die Produktion der Ju 352 bei Junkers wird durch die Aufräumarbeiten auf dem Flugplatz lediglich um einige Wochen verzögert. Dauerhafte Schäden gibt es nur bei Leichtbau-Gebäuden und Baracken. Zustände auf den Heimathorsten Während der Kriegsjahre wurde der Fritzlarer Flugplatz in seiner eigentlichen Funktion als Heimatfliegerhorst zur Ausbildung und Vorbereitung fliegender Verbände nicht mehr genutzt. Wie es auf solchen Flugplätzen in der Etappe zeitweise zugegangen sein mag, verdeutlicht der Beschwerdebrief des Kommodores des Jagdgeschwaders JG „Schlageter“ Nr. 26, Oberstleutnant Adolf Galland, vom 01. Oktober 1941: „Bei Dienstflügen ins Reichsgebiet wurden auf den Heimathorsten Zustände angetroffen, deren Abstellung im Sinne der militärischen Disziplin und Manneszucht dringend erforderlich scheint: 1. Durchweg wird jede Landung eines fremden Flugzeuges als ruhestörend und lästig empfunden. 2. Das Starthilfs- und besonders das Tankpersonal wird an Faulheit und unmilitärischem Auftreten nur noch vom Flugleitpersonal überboten.