W K N 83 Erinnerungen cm Ettern und Erzichcr über das Ver» wachftu und die Kcümurunq vcö Rückgradcs, ihre Ursachen, Dcrhülung rnd Heckiug. ^ (Fortsetzung.) s) Wenn der Schlaf zu kurz zst. Man thut sehr Unrecht, den KiNöem die Schiaszm zu sehr abzukürzen, denn man nimmt der Natur d-e beste Zeit ihrer schaffenden und reprodu- kirenden Wirksamkeit, und schon die Stimme der Nawr gebreLet eö. Je jünger der Mensch ist, desto mehr verlangt er Schias. — Mir ist es immer lieber, wenn ein Kind zu viel, als wenn cs zu wenig schläft. z) Wenn das Schlafen in ei» Mer fitzende» Richtung der Körpers geschieht. Ein gewöhnlich ganz überse ­ hener Fehler., für den ich aber nicht genug warnen kann! Viele Eltern hakten es sehr nützlich., wenn die Kinder recht hoch mit Brust und Kopse liegen ; und richten also das Bett vöüig winkelig ein. Ader wem das gerade Wachsthum seiner Kinder am Herzen liegt, der unterlasse ja diese verderb ­ liche Gewohnheit! Denn hier ­ durch bleibt der Cörper «-§ Stunden nach cinanderm einer unnakürlichey gekruiyren Skei- iu'tzg., und zwar zu einer.Zeit, wo der vorzüglichste Theil des Wachsthums geschieht; dieß wird also dadurch gehindert, und sehr leicht nimt der Wuchs selbst dieselbe Richtung. Ferner, anstatt daß beym Liegen die Rückenwirbel von einander ent ­ fernt werden und ruhen, wer- dm sie in der fitzenden Positur auf einander gedrückt, müssen die ganze Nacht hindurch die Last des Kö-pers tragen, ohne daß die Muskeln und Bänder die nöthige Kraft dazu haben, und die Folge ist, daß die Wir ­ belsäule auf dieser oder jener Seite ausweicht und sich krümmt. — Ueberdieß wird es dadurch zur Gewohnheit und Bedürfniß, so zu schlafen, welches in der Folge des Lebens auch eine Menge Nachtheile, besonders für den Unterleib, erzeugt. Ich könnte die ange ­ gebenen üblen Folgen für das Wachsthum durch mehrere Beyspiele belegen., wenn es nö ­ thig wäre. Auch