4°8 W O LN peratur von 60 Grad Fahren ­ heit erhallen hat, rührt sie da ­ mit wohl untereinander, und laßt nun alles leicht zugedeckt ruhig in einer mäßig warmen Temperatur stehen. Nach ei ­ nigen «Stunden fangt die Gah» rung an, merklich zu werde«, die Masse schwillt auf, kommt in Bewegung, und eS entwik- keln sich eine Menge von Luft ­ blasen, die wir Geräusch her ­ vorbrechen. Wenn die Masse keine Blasen mehr wirft, ruhig wird, uns die Flüßigkeit sich oben klar zeigt, so wirs sie wohl durchgerührt in die große Bren ­ blase gebracht, nie man bis tu zweybrittel anfüllt, bey abge ­ nommenem Helme sogleich stark erhitzt, um kne Flüßigkeit so bald als möglich zum Kochen zu bringen, und nachd.m man alles nachmals umgerührt bath Lei aufgeseztem Helme,verklebten Fugen, und gleichförmiger Re ­ gierung des Feuers so destillirt, daß der übergehende Geist bestän ­ dig kalt und ohne Dampf in die Vorlage läuft. Man fetzt die Destillation so lange fort, biS das Uebergehende keinen brenn ­ baren Geist mehr hat. §. 3 Der in dem vorherigen Hph überdestillirte Brantwein ist nach sehr wässerig, und auch wohlsäuerlich und widerlich von Geschmack und Geruch. Er heißt Brandwasser, Laue oder Unterwasser und ka n n nicht wohl so abgesetzt werden. Um ihn zu entwässern und zu reini ­ gen, destillirt man ihn noch ­ mals, hebt auch wohl daS zuerst Uebergehende unter dem Namen Vorlaufals einen stärker» Geist bejooders auf. (Dle Fortfttzing folgt.)