m G W m seine Zimmer nach der Straße zu waren gerade der Mittags ­ sonne ausgesetzt; die hintern Zimmer aber giengen in einen engen, von hohen Mauren ein ­ geschlossenen Hofraum , und waren sehr dunkel. Jo diesen arbeitete er- in jenen aber pflegte er zu speisen , zu frühstücken u. s. w. Sein Gesicht nahm ad, und er hatte einen tesiandigen Schmerz tn ven Augen Er versuchte Aua ngläler und zog verschiedene Okulistt n zu Rathe; alles umsonst Endlich kamer auf die Vermuthung, daß bas öftere und schleunige Hin- u. Hergehen aus seiner dunkln Srudierstude in die hellen Zimmer, die Ursache seiner Krankheit seyn möchte. Ec miethete ^ch daher ein an ­ deres Ouartier, und enthielt sich eine Zeitlang alles Schrei- denö und Lesens bey Lichte; dies war hinreichend; ihn in kurzem von fernem Uebel zu- brfreyn. Blindheit oder Mnigstens eine große Augenschwäche rührt sehr häufig von einer solchen dem Anschein nach ganz' unbe ­ deutenden Ursache her. Dah r sollte ein jeder, besonders wenn er schwache Augen hat, auf Umstände dieser Art Achtung. geben, denm es' ist: leicht dem? Uebel vorzubeugen, aber es iti- heilen ist schwer,, und bisweilen- unmöglich. Ich hoffe, daß mau es m* zeihm wird, wenn ich iolaendeS- Mittel gegen Augeaichwache, dke weder vom Aller, noch» von einer Krankheit,- oder einem andern in die Augem fallenden Uebel herrührt, em ­ pfehle — hilft es nicht, so darf man wenigstens nicht befürch ­ ten, daß es etwas schadet. Zu einem Nößel Branowein thut: man zwey Unzen Rosmarien« blalter, schüttelt dies des TageS ein- oder ein paarmaal durch einander, läßt es drey Tage stehen, und seihet es alsdann durch. Von dem Klaren dieses Aufgusses nimmt man einen Theelöffel voll, vermischt ihn mit vier Theelöffeln warmen Wassers, und wäscht damit des Abends die Augen so, daß auch etwas von der Mischung zwischen das Augenlied und den Augapfel kommt. Nach und nach milcht man immer weniger Wasser bey, bis man endlich: von beyden gleichviel nimmt. (Vorstehende Regeln sindauS' einer zu. empfehlenden Schrift- grnom»