itf MG 0 MG Alle Arten de- Futters und besonders des vor die Kühe be ­ stimmten AnmengselS werden durchs Aufbrühen aufgelöset und dadurch zur Verdauung und Vertheilung in die Milch- und Blutgefäße der Kühe ge ­ schickter gemacht, daraus folget denn von selbst, daß das Brüh ­ futter weit mehrere Milch, als das trockene Futter geben muffe, indem sie dadurch weit mehrere Nahrungssäfte erhalten. Ja ! diese Milch ist auch fetter und wohlschmeckender, wegen der vorzüglichen Menge guter und fetter Säfte, die den Kühen durch die Brühfütterung zu Theil werden. Je fetter aber die Milch ist, desto mehrere Sahne und folglich desto meh ­ rere Butter gewahret sie. Besonders findet solches bey der Brühsütterung mir den Kohl - und Wurzelgewächsen Statt, und es »st die Milchad- nutzung um so viel ansehnlicher. als gemeiniglich die Kühe zwi ­ schen WeibnuchtlN und Ostern zu kalben pssgen, und frisch- milchig werden. Und dies ist eben die rechte Zeit, sie mit reichlichem und nahrhaftem Fut ­ ter zu versorgen. ES lassen sich zwar die Vor ­ theile der Brühsütterung gegen das roh« und trockene Futter, wenn auch beydes von Keicher Art »st, nicht fo genau bestim ­ men, weil an den wenigsten Orten auf dre MrlchatmutzUng der Kühe im Winter Betracht genommen wird. Indessen kann man sicher annehmen, daß eine auf Brühfütterung stehen ­ de Kuh auch im Wmter dop ­ pelt fo viele Milch gebe, als eine andere. Die mit trockenem Futter vorlieb nehmen muß. Nicht blos aber stiftet sie Vor ­ theile in Ansehung Der mehre ­ ren Milch, sondern auch in Ansehung derzum Verk^ufblei- benven Kälber, wie solches weiter unten gezeiget wird. (Die Fortsetzung folgt.)