*» tt «K 5 Um ii Uhr wird ihnen aufs neue ein Futter von guter und nahrhafter Art eingeschüttet. An den meisten Orten wird von Michaelis bis MariäVer- kündigung das Kuhvieh zu Mit ­ tage nicht weiter gemo ken, denn man hält es vor eine vergebliche Arbeit, wenn man nachdem die Kühe um L oder 7 Uhr gemol- ken worden, man solches schon um »i oder irUhr «ach so we ­ nigen Stunden wiederholen wol ­ le. Man hält davor, daßman solches füglich bis auf den Abend »ersparen könne, und die Kuh alsdenn eben so viele Milch ge ­ ben werde, als wenn siezu Mit ­ tage gemolken wäre. Allein das »st ern offenbarer Irrthum. Je öfter die Kühe gemolken werden, jr mehrere M lch geben sie. So ­ bald aber oft Milchgefäße ange ­ füllet sind, höret die Natur auf, ihnen eia mehrereS zuzuführen und sie verwandelt d»e vorhan ­ denen Säfte in Blut und Fett. Die Eriahrung wird es lehren, daß das V-eh auch »m Winker bey einem dreymaligen Melken den Tag über mehr Milch gie- bek, als wenn es nur zweymal gemolken wird Wo nun das dreymalige Me ken gewöhnlich ist, so kann solches unter der Zeit geschehen, da dir Kühe das ihnen um n Mr eingeschüttete Futter verzehren. Um i2 Uhr, nachdem das Vieh gemolken ist, erhält es wieder eine Portion Heu, und Um i Uhr, wenn die Mäg ­ de vom Mittagseffen kommen, wirdOvaS Vieh rum rweyten male getränket. . Um 2 Uhr bekommen sie ein Futter von dem mit gutem An- mengftl aufgebrüheten Hecksek. Um 4 Uhr erhalten sie ein gleiches. Um 5 Uhr wird ihnen die drit ­ te Portion Heu gegeben, und werden, nachdem sie solches ver ­ zehret haben, wieder getränket. Gleich darnach erhalten sie die beyden letzten Abendfutter, die ebenfalls aus den schlechter» und gemeinern Anmengselarten be ­ stehen können, dabey sie zugleich gemolken werden. Wenngleich die Kühe diese Futter nicht so begierig fressen werden, so holen sie es voch m der Nacht nach, was sie übrig gelassen haben. Von selbst v rsteht fichs, daß in den kurzen Winrertagen die ­ se Fütter - und Wäfferungsftun- den nicht so genau beobachtet werden könuen. Wegen der Einstreue und Reinlichkeit des Viehes gilt hier eben das, was schon im ersten Abfchnitt gesagt worden,