Früchten besamen , und dadurch anstat der bißhero vom Winter- und Sommerfelds nur erhalte ­ ner zweyer Erndten, nun auch Die dritte vom Brachfelde geni- ßen tönte. Und in welchen gar nicht zu berechnenden Flor wür ­ den bey dem immer mehr einrei ­ ßendem Holzmangel, sowohl die hcrschafrlichen als privAt-Wal ­ dungen gerathen, wenn solche ohne alle Künsteleyen, und Ko ­ sten , mit Schaf« und Vieh ­ hude verschont würden. Ich bin versichert, und wolte dar ­ auf wetten, daß alle diese Vor ­ schläge und verdcherungm auch bey uns ganz sicher, bey einigen bald, bey vielen aber leider sehr langsam, und vieleicht erst in zehen — zwanzig Jahren zu stände kommen werden, indem ich als ein alter, und den hiesigen Gang (Waldeckschen langsamen Schneckengang) wohkennender Mann, aus der Erfahrung wohl weiß, wie viel Geduld, Zeit, Mühe, und Ueberredung, bey dem tragen, an den alten Schlendrian gewöhnten, und zu allen, zu seinem eignen wah ­ ren besten abzielenden neuen El'n- richtungen furchtsam und miß ­ trauisch gemachten Bauern es kostet, ehe man sich nur ein gu ­ tes Zutrauen erwerben, und ihm seinen wahren Vortheil be« & 13 greiflich machen kann. Des Hrn. Schubart von Kleefeld Zuruf an alle Bauen ist zwar schon im vergangenen Jahr durch das Jntelligenzblat bekant ge ­ macht , und deßen Befolgung aufs beste anempholen worden, auch haben Jhro Hochfürstliche Durchlaucht unser gnädigster, (wann ich den Außdruck wagen darf, gar zu guter) Landesherr den Anbau der Fntterkräuter durch die Beamten besonders anrathen lassen, und darauf zu dessen weiterer Ermunterung eine Prämie von 52 Gulden außgesezt. aber man hat tauben Obren gepredigt, und ich habe noch nicht gesehen, oder gehört, daß alles dieses weder bev dem Haußman noch bey bey denen Meverey Conductoren die gehof- te Würkung hervorgebracht hak. Der Richter Grebe, ein braver vernünftiger und ehrlicher Man zu Helmscheid, wo es an der Viehfütterung sehr fehlt, hat zwar darzu im Kleinen einen guten und, löblichen Anfang ge ­ macht, und ihm sind auch schon verschiedene aus dafiger und der Mühlhauser Gemeinde, wie ich selbst gesehen habe rühmlich nach- gefolget; und ich hoffe, es wer ­ den ihm unter der Hand mehre ­ re nachgehen. Aber wie man hier mit allen wohlgemeinten Vor»