144 gm von diesem Stücke AM jähr ­ lich zwey Theile Kraul, und drey Theile Klee zum Abgrasen, in i, r und; jähriger Nutzung, und wird Damit beständig umgewechselt. . 6 Pey dieser Emreichtung be» finden sich die hiesigen friesländi- scheu Kühe recht wohl, und der daher kommende Nutzen wird mit dem ziemlich in Gleichgewicht ste ­ hen, welchen der Hafer geben wür ­ de, womit sonst die mit Klee an ­ gebauten Gerstenfcidrr könnten be ­ säet werden, - zumal der Klee ohne allen weitern Aufwand genutzrt wer ­ den kann. 7. Darüber aber habe ich mich oft verwundert, daß Man aus die ­ sem Klee, wenn solcher in der Blü ­ the stehet/ fast gar keine Bienen antrift, ungeachtet doch dessen Blu ­ men viele Süßigkeit dey sich hat; ich bin daher auf die Gedanken ge» kvrnmrn, ob etwan die Bauart die ­ ser Blume nicht verstattete, (indem solche sehr dichte uud gedrungen ist,) Das die Bienen «inen Genuß dar ­ aus ziehen kämen. 8. Der Klee wird auch dürre ge ­ macht und zum Winterfutter ge» nutzet; weiches zwar wegen des in dm Stänqrln befindlichen vielen SafteS, zumal wenn die Witte ­ rung nicht dazu emfchlagt, eine et ­ was langweilige und unangenehme Beschäftigung ist. Es wird da ­ mit allhier also pwtedirt: Wenn der Klee abgehauen ist, so bleibt er bey gutem Wetter »4 Stunden in Schwaben liegen, sodann wird er. in mittelmäßige Haufen aufge ­ bracht- worinne er zwey auch drey Tage, und überhaupt so lange ste ­ hen bleibet, bis sich die Haufen recht erwärmet haben, und zu maucke» anfangen, sodann wird er wie an ­ deres Heufuttcr behandelt. Arbei ­ tet man aber gleich anfänglich zu viel darinnen, so reiben sich die Blätter ab, und mann bekommt nur die Stängel auf den Boden. Im Winrer wird von diesem dür ­ re gemachten Klee viel auf der Sie ­ dedank geschnitten, und dem Vie ­ tze unter die Strohsiede oder He ­ ckerling gewmget, so ihnen alsdenn eine Art von Anmengset ist. Der Klee wird zum Dürrcmachen nicht eher gehauen, als bis er anfängt zu verblühen. % Noch ein Vortheil ist nicht zu vergessen, welchen der Klee den Feldern verschaffet, auf denen er ge- bauet wird. Dem wenn die von dem Vieh« übrig gelassenen Klee- stmzeln mit unrergebraachet wer ­ den, (vieskSturzeln sindhier manch ­ mal so groß, daß zu jedem Pfluge rin Einleger gegeben werken muß,) so machen solche die Aecker nicht nur mürbe, sondern sie geben auch zu ­ gleich die halbe Düngung ab.