74 dann wieder gediehen üppige, subtropische Wälder, deren vertorfende Pflanzen heute als Braunkohle vorliegen, z. T. durch späteren Vulkanismus ver ­ edelt. Phonolithe bildeten mächtige Stöcke und Decken, Basalt umfloß fie, drang in alte Tuffe unterirdisch ein, schob sich zwischen tertiäre Sedi ­ mente und drang auch hinauf zur Oberfläche. Die Arbeiten Klüpfel'ö und feiner Schüler dürften bald eingehende Kenntnisse über den damaligen Vulkanismus bringen. Im Kerngebiet des basal ­ tischen Vulkanismus, — das der Ponolithe liegt etwas westlicher —, schuf nachbasaltische Hebung, die gegenüber dem Fuldaer Becken 500 Meter betragen dürfte, das heutige Gebirge, das eine Stufung der Triasschichten, die nur an nichtübcr- rolltem Hang, etwa bei Tann, scharf hervortritt. Da die Basaltschuttdecke mehrere Meter- mächtig den größten Teil der Hochfläche und der Hänge überzieht, herrscht dunkler Basaltboden bei weitem vor. Tuffschichten und die in wenig geneigtem Gelände sich anreichernden tonigen Zer ­ setzungsprodukte des Basaltes wirken wafser- stauend und vernäfsend, so daß sich größere und kleinere Hochmoore, von denen Schwarzes und Rotes Moor mit mehrere Meter mächtigem Torf die bekanntesten sind, bilden konnten. Nnr im Süden zwischen Himmeldunkberg und Dam- meröfeld steht Muschelkalk auf der Hochfläche Kbb. 10. Bergsturzmassen am Pferdskopf Über den Guckai-Leen die bewaldeten Ñbsturzmassen, darüber nackte Felswände. leichtgewellte, alte Verebnungöfläche mit breiten Tälern überzieht. Von den Rändern dringt Zertalung ein und zerlappt die Hochfläche, in Kaskaden strömt manches Bächlein hinab und unterwühlt dabei das Gestein. An steilen Hängen, zumal wenn tonige Schichten von wasserundurchlässigen über ­ lagert werden, verbreitern Bergstürze die Täler, die sich in die Hochrhön hineinziehen, und schaffen alpin anmutende Formen, so daß man schon an Moränen und Kare dachte. Nur wenige der Blockmeere und Schutthalden, die sich an diesen Hängen hinabziehen, dürften erst in der Jetztzeit entstanden sein. Eiszeitliches Frostklima ließ den zerfrorenen Boden wandern, Wanderschutt wälzte sich ins Tal. Damals entstanden die blocküber ­ streuten Huten. Ausgleichend überzieht fast über ­ all die Schuttdecke die Hänge und verdeckt die ohne Basaltschuttbedeckung an, hier ist natürlich wasserarmer, steiniger und trockener Humuskar ­ bonatboden entwickelt. Neben der Höhenlage verhindert die Nässe des Basaltschuttgebietes den Ackerbau auf der Hoch ­ rhönfläche, nur bei Knottenhof wird in über 600 Meter Höhe sogar Weizen gebaut, da Roggen hier auswintert. Sonst ist Hutung oder Weide die Nutzungsart, soweit nicht Wälder vom Rand her, z. T. erst ganz jung aufgeforstet, auch von der Hochfläche Besitz ergreifen. Die vor den Ro ­ dungen ursprüngliche Waldbedeckung der Hoch ­ rhön tritt bei pollenanalytischer Untersuchung der Rhönmoore, die die gesamte postglaziale Wald ­ geschichte wiedergeben, gut hervor (Overbeck). Die Gewinnung nutzbarer Gesteine und der Braun ­ kohle setzte einstmals von den Rändern her ein, die Kohlenförderung östlich Tann wie bei Sieblos ist