Friedrich Wilhelm Vogler Romantische Landschaft vom Rnüll zu Thielmann wie auch durch L. Knaus, der ja ein Freund meines Großvaters war, hatte ich von jeher ein großes Interesse für die hessischen Maler". Die Schaffensweise Böglers weicht von der aller bisher genannten Künstler ab. Denn seine TVerke entstehen nicht nach sorgfältigen Natur- stndien, sondern rein gefühlsmäßig allein durch Naturbeobachtung, und erhalten dadurch ohne weiteres einen eigenartigen Stil. Engeren Zu ­ sammenhang mit der Natur zeigen seine feinen Landschaften, Ölgemälde und Aquarelle, in denen weite Fernblicke, Walo und Feldlandschaften ab ­ wechseln. Von außergewöhnlicher Feinheit der Farbe find seine Aquarelle, auf denen er meist Frauen in einfacher ländlicher Tracht in freier Landschaft darstellt. Diese Aquarelle find dabei so klar und einfach im Aufbau, daß sie auch Ent ­ würfe für große Wandbilder sein könnten. Nach diesem Besuch besteigen wir das Knüll ­ köpfchen. Wir erinnern uns dabei, daß auch der Berliner Maler ter Hell, der Maler der gro ­ ßen, weiten deutschen Höhenlandschaft, hier oben auch mehrere seiner schönen Landschaften schuf. Vom Gipfel des Köpfchens lasten wir dann unseren Blick schweifen über alle die Gaue, in denen Künstler hessisches Land und hessische Menschen geschildert haben, und erwägen dabei, welche Stellung diese Schilderungen innerhalb der ge ­ samten deutschen Kunst einnehmen. Aus der langen Reihe der vorstehenden Berichte ergibt sich, daß die hier entstandenen Werke nicht nur Kunde vom Hefsenland in alle Welt getragen haben, sondern daß sie auch als Kunstwerke selbst zum großen Teil reiche Anerkennung gefunden haben. Die Werke von Ludwig Knaus haben sogar ^Weltgeltung erlangt, und TVerke anderer hierge- nannter Künstler find in vielen Museen zu fin ­ den. Ob in der Zukunft Hessens Land und Leute in der deutschen Malerei noch denselben Raum ein ­ nehmen werden, wie in den letzten hundert Zah-