12 ten. Die östlichsten Randteile des alten Kurhestens an der Werra trifft man auf den Blättern Tref ­ furt, Kreutzberg und Schmalkalden, in deren Auf ­ nahme fich Franßen, Bücking und N a u - mann geteilt haben. Eine spätere Lieferung von Kartenblättern der Preuß. Geol. Landesanstalt brachte auch die anderen Teile der Schmalkalder Enklave: Bl. Brotterode-Nuhla, Tambach und Mehlis-Schwarza. Im Jahre 1910 und 1911 erschienen zwei Liefe ­ rungen mit zusammen 10 Blättern, welche das ganze Gebiet der Rhön umfaßten: Spahl, Klein- saffen, Hilders, Gersfeld, Ostheim vor d. Rhön, Sondheim, Hünfeld, Fulda, Weyhers und Tann. Daran haben in erster Linie Bücking, außer ­ dem Blanckenhorn, Haack, Kall ­ hardt und W. W a g n e r gearbeitet. Die Blätter Schlüchtern, Steinau a. d. Straße, Sal ­ münster, Oberzell und Altengronau im Kinziggebiet hat Ntajor a. D. v. S e y f r i e d aufgenommen. Im Jahre 1915 kam endlich auch fußend auf ganz neuen Meßtischaufnahmen die Lieferung der zwei Blätter Marburg a. d. Lahn und Niederwalgern heraus, aufgenommen von Geh. Rat E m a n u e l K a y s e r , dem zuletzt Päckelmann assistierte. Von der isolierten hessischen Enklave an der mittleren Weser wurden die 5 Blätter Hesstsch- Oldendorf, Arzen, Hameln, Rodenberg und Lauenau durch G r u p e und Naumann bearbeitet, vom Nordgipfel des Regierungsbezirks Kassel die vier Blätter Hofgeismar, Hannöversch-Munden, Tren ­ delburg und Odelöheim durch v. Könen, v. L i n- st 0 w und B r e d d i n. Die früher von K-. O e b- b e ck e und O. Lang vorbereiteten Blätter, Gu- densberg, Homberg a. d. Efze, Schwarzenborn, Nenkirchen und Niederaula wurden von mir selbst während des Weltkrieges fertig gestellt. Daran schloß sich die Aufnahme der drei Blätter Borken, Ziegenhain und Schrecksbach bis zum Südende der eigentlichen Niederhesfischen Tertiärsenke, endlich 193 0 /3 1 auch noch diejenige der 3 Blätter Neu ­ stadt-Arnshain, Kirchhain und Amöneburg-Hom ­ berg a. d. Ohm am NW.-Rand des Vogelöbergs durch den Verfasser. So find im Laufe der Zeit von 1869—1931 75 Blätter geologischer Spezialkarten von 23 Geo ­ logen aufgenommen, beschrieben und zur Ver ­ öffentlichung gebracht. Damit ist der größte Teil des ehemaligen Kurhessens oder jetzigen Regierungs ­ bezirks Kassel geologisch untersucht, vier Blätter (an der Werra) find sogar schon in zweiter Auf ­ lage erschienen. Ziehen wir Vergleiche mit anderen preußischen Regierungsbezirken oder Provinzen und benachbarten Bundesstaaten, so kann man ohne Übertreibung sagen, daß abgesehen von Branden ­ burg, der Provinz Sachsen, dem Reg.-Bez. Trier, den Freistaaten Sachsen und Thüringen kein grö ­ ßerer Bezirk in bezug auf geologische Erforschung und Kartierung so begünstigt ist als der Reg.-Bez. Kassel. Nur wenige Gebietsteile, die alle an den äußersten Grenzen in N., W. und S. liegen (der Osten ist ganz fertig) find noch nicht geologisch aufgenommen. Im Norden nur die Kartenblätter Rinteln, Cathrinhagen, Sachsenhagen, dann Karlöhafen, Uslar; im Westen Wolfhagen— Zierenberg, Naumburg—Niedenstein, Fritzlar (wo ich vielleicht im Jahre 1932 die Aufnahmen be ­ ginnen werde), dann an der Waldeckschen Grenze die Blätter Warburg, Arolsen, Waldeck, Wil- dungen, Fürstenberg, Corbach, Medebach, wo schon vielfach vorgearbeitet ist. Die Blätter Fran ­ kenberg, Battenberg, Biedenkopf, Wetter, Buche ­ nau, Gladenbach find alle bereits aufgenommen und stehen vor der Veröffentlichung. Im Süden an der Grenze gegen die Hefsen-Darmstädtifche Provinz Oberhefsen liegen noch die Blätter Neu ­ hof, Hintersteinau, Großenlüder, Salzschlirf, Brei ­ tenbach, Grebenau und Kirtorf. Davon ist Großen ­ lüder und Neuhof von mir bereits aufgenommen und wird in Bälde als Lieferung 314 herausge ­ geben. Die andern genannten Grenzkarten sollen nach Vereinbarung von der Hefsen-Darmstädtischen Geol. Landesanstalt in ■ Angriff genommen werden. Von dem vielseitigen Intereste, das die geo ­ logischen Spezialkarten bieten, und dem Beifall, den sie beim Publikum (den Geologen, Geographen, Bergleuten, Industriellen, Lehrern, Landwirten, Forstmännern, aber auch vor allem wanderlustigen und für die Natur interessierten Touristen) gefun ­ den haben, zeugt der Umstand, daß schon 29 von den aufgezählten erschienenen Spezialkarten aus ­ verkauft oder im Buchhandel vergriffen find, also einer Neuauflage bedürfen. Es find das die Blät ­ ter: Waldkappel, Eschwege, Sontra, Netra, Hönebach, Witzenhausen, Groß-Almerade, Allen- dorf a. d. Werra, Hersfeld, Geisa, Melsungen, Hesfisch-Lichtenau, Gelnhausen, Bieber, Hanau, Wilhelmshöhe, Kastei, Beste, Oberkaufungen, Frankenau, Kellerwald, Treffurt, Creuzburg i. Th., Schmalkalden, Fulda, Tann, Spahl, Kleinsasten, Hilders, Gersfeld und Sondheim a. d. Rhön. Von dem Gebiet des ehemaligen Fürstentums Waldeck, das jetzt erst mit dem Preußischen Reg.- Bez. Kassel vereinigt ist, liegen noch keine fertigen geologischen Karten vor. Doch haben auch dort die ersten Aufnahmearbeiten begonnen. In der zum Freistaat Hesten-Darmstadt gehöri ­ gen Provinz Oberhefsen, die auf 3 Seiten vom Preuß. Reg.-Bez. Kassel umschlossen wird, werden die geologischen Aufnahmen von der Hessischen