203 auch die historisch bedingte geographische Verbreitung der Vögel in Hessen zu zeigen. So gruppiert er Wüsten- und Ruderalvögel, Vögel der Gewässer, der Grasfluren, der Feldhecken, der Busch- und Baumsteppe, des Waldes und der Heide. Das Werk, dem ein äußerst umfang-- Vereinsnachnchten. Hessischer Geschichtsverein. Zur Neu ­ belebung der Homberg er Ortsgruppe veranstaltete der Verein am 16. August einen Vortragsabend, für den sich als Redner Oie. Metropolitan Or. B o e t t e von der Marburger Universität zur Verfügung gestellt hatte. Der Vortragende sprach über „Die Arbeit als die Seele des Volkes". Mit größter Spannung verfolgten die zahlreichen Zuhörer die fesselnden Ausführungen, die von scharfer Beobachtungsgabe und genauer Kenntnis der Denkungsart der hessischen Landleute zeugte. Am 4. September konnte endlich der Ausflug des Marburger Vereins nach der Mellnau, der be ­ reits zweimal verregnet war, ausgeführt werden. Von Wetter aus wurde die Burg in glühender Sonnenhitze er ­ stiegen. Da der Vortragende in letzter Minute verhindert wurde, sprang der Vorsitzende, Prof. Kürschner, ein unv erzählte im Burghof die wichtigsten Begebenheiten aus der Geschichte der Burg. Die Mellnau (zum Eln- hog) ist wahrscheinlich in den letzten Jahren der Re ­ gierung des Mainzer Erzbischofs Siegfried III. von Eppenstein (1230—1249) als Bollwerk gegen das thürin ­ gisch-hessische Territorium erbaut worden. Kaum hatte Mainz diesen BeobachtungsPosten von Norden her vor ­ geschoben, als Landgräfin.Sophie von Süden her gegen die mainzische Amöneburg vorstieß und den Frauenberg errichtete. Angehörige der benachbarten Adelsfamilien, wie Hohenfels, Dersch, Hatzfeld, Schutzbar gen. Milch ­ ling, Fleckenbühl, Falkenberg u. a. saßen als Burg ­ mannen auf der Mellnau, die im 14. und 15. Jahr ­ hundert wiederholt verpfändet war. Unter der Pfand ­ herrschaft Konrads v. Elkershausen wurden der Durm, eine steinerne Pforte und eine Zisterne gebaut. 1381 drangen die Hessen in den Burghof ein. Guntram von Hatzfeld hielt den Bergfried besetzt und wehrte sich ver ­ zweifelt, bis Entsatz nahte und-die Belagerer mit blutigen Köpfen abziehen mußten. „Auch der ist nach Personalien. Ernannt: die Poliseisekretäre Ewers, Vahl- b u s ch, Römer und Staude zu Polizeiobermeistern; Eisenbahnsekretär Sterkel in Biedenkopf zum Eisen ­ bahnobersekretär; Eisenbahnassistent Seidler in Zim ­ mersrode zum Eisenbahnsekretär; die Polizeiobersekrc- täre M e i st e r , B e r g h o f f und Stock zu Polizei ­ inspektoren ; Zollinspektor S a l g zum Oberzoll ­ inspektor ; Steuerwachtmeister Engelbrecht zum Steueroberwachtmeister; Justizobersekretär R o e h r e zum Justizinspektor die Regierungsobersekretäre bzw. Kassenobersekretäre Rühling, Marski, Gleim, Schultheiß, W i ch m a n n, Kemps, Schröder, B r e i t e n st e i n, K ü r l e m a n n, B o d e, H o e tz s ch, Presber, Schlechtweg, Kirsch, Jäger, Rie- beling, Ochs, Barthel, Beber, Stein ­ häuser, Olfenbüttel, U singe r, Enge ­ land, Wollenhaupt, Schoppe, Emmich, Waldmann und Ruhwedel zu Regierungs- bzw. Kasseninspektoren; die Katasterobersekretäre bei den Ka ­ tasterämtern Kastell Frieling, Kassel II Otto, Hanau Kock, Marburg K r e b s b a ch, Fulda B e r k e, reiches Literaturverzeichnis beigefügt ist, füllt eine wirk- liche Lücke aus. Hoffentlich bleibt es besseren Zeiten vorbehalten, dieser hessischen Vogelfauna gute farbige Tafeln beizufügen, was jetzt ohne ganz erhebliche Ver ­ teuerung nicht möglich wäre. H. Mellnau gezogen", sprach lange der Volksmund von einem, der sterben mußte. 1464 kam die Burg in hes ­ sischen Pfandbesitz, der dauernd wurde. Aber Hessen hatte kein Interesse daran, die Burg weiter zu unter ­ halten. Sie zerfiel mehr und mehr und kam in den Besitz der Familie Milchling zu Schönstadt, der sie heute noch gehört. Erhalten sind der Bergfried, die Umfassungsmauer mit Resten des Lehrganges, zwei Tore und Kelleranlagen. Über dem Eingangstor erinnert ein spitzbogiges Fenster an die ehemalige Kapelle. Der untere Teil des Bergfrieds ist seiner mächtigen Qua ­ dern beraubt, so daß die Gefahr des völligen Einsturzes immer näher rückt. Das Innere des Burgberings ist offenbar mit gewaltigen Schuttmassen angefüllt, deren Aufräumung gewiß mancherlei Funde und die Lage der sonstigen Gebäude im Grundriß zu Tage förderu würde. — Nach Besichtigung der Burganlage und des Dorfes wurde der Rückgang nach Wetter angetreten, wo die Teil ­ nehmer des Ausfluges im Garten des Gasthofes zum Bahnhof noch eine gemütliche Kasfeestunde bis zum Ab ­ gang des Zuges verbrachten. (Oberhess. Zeitg.) Der Fulda er Geschichtsverein unternahm am 5. September den seit langem geplanten Ausflug nach dem Johannesberg. Tort wurde die in vieler Hinsicht merkwürdige Kirche besucht und die Säle der alten Propstei mit ihren schönen Gemälden in Augen ­ schein genommen. Das Vorstandsmitglied des Geschichts ­ vereins, Professor Or. Vonderau, verbreitete sich über die Geschichte der Propstei und oer Bauwerke, ferner machte er interessante Mitteilungen über den Zug der Straßen, die in der Urzeit den buchonischen Wald durch ­ zogen, des Orteswegs und der Antsanvia. Der Knüllgebirgsverein, dem das zwischen Fulda, Edder und Schwalm gelegene Mittelgebirgsland des Knüll im wesentlichen seine Erschließung verdankt, kann auf ein 40jähriges Bestehen zurückblicken. Schmalkalden Schuch und Ziegeuhain S ch ü t t e zu Katasterinspektoren. Berufen: Justizoberinspektor Scholz von Fulda nach Kassel. Gebr. Weidner, Stempelfabrik, Cassel Stempel ­ kissen Emaille- und Metall-Schilde Tägliche Lieferung Stempel ­ farben