199 der Veteranen von 1813. So ist er der poetische die er wenige Jahre vor seinem Tode dem neun- Chronist all der Ereignisse, die auch unser altes jährigen Sohn ins Stammbuch schreibt. Kassel und Kassel berührten, der Industrieausstellung 1870, des das Hessenland haben nicht allzu viel solcher Männer Aus- und Einzugs der hessischen Truppen, des besessen, die, wie Christian Lewalter, mit den Schätzen Sedantages, der Kaiserwahl. Vor allem sind es ihres Geistes und Herzens ihre Mitmenschen erhoben die Höhepunkte im Leben der Familie und der und von der Liebe und Hochachtung einer ganzen Freunde, die sein froherSang verklärt, und sein >ganzes Stadt getragen wurden. Und darum sollte es sie auch Herz schüttet der Tiefempfindende aus in den Zeilen, in unserer ruhelosen Zeit nicht ganz vergessen. P. H. Peterchen auf der Himmelswiese. Märchen von Klara Steckhan. Ja, da saß das Peterle mitten auf der Himmelswiese und wußte nicht, wie es dahin ­ gekommen war! Standen putzige, kleine Engel- bübchen um es herum und schabten ihm Rüb ­ chen mit den rosigen Patschhändchen! Das Peterle war aber gleich bei der Sache und tat feste mit, so daß es den kleinen Engelchen bald langweilig wurde. Kam nun fo ein kleines ge ­ flügeltes Kerlchen auf das Bübchen zu und schlug ihm vor, sie wollten zusammen Blinde ­ kuh spielen. Ja, das war recht nach Peterles Wunsch, er bekam nun ein Stückchen blaue Wolke um die Augen gewickelt und der kleine Engeljunge drehte ihn ein paarmal im Kreise herum, machte „muh-muh" und sprang dann davon, das Peterle hinterdrein, so gut es eben mit verbundenen Augen gehen wollte. Richtig haschte er denn auch bald einen, doch war's nicht der kleine Engelbub, nein, es war der liebe Gott selber! Er band dem kleinen Strolch das Wolkentüchlein los und lachte recht ver ­ gnügt, als er sah, was das Peterle für einen großen Schrecken bekommen hatte. Der liebe Gott hatte ein feines Kleid an von blauem Samt, darin waren silberne und goldene Fäden, und auf dem Kopf hatte er eine goldene Krone. „So, du bist das Peterle!" sagte der liebe Gott und nahm den kleinen Bengel aus den Arm. „Du willst dir gewiß mal unsere Stern ­ schäfchen ansehen, da müssen wir aber laufen, sonst sind sie schon draußen auf der Weide, und da holen wir sie nicht mehr ein!" Und richtig machte der liebe Gott große Schritte mit dem Bübchen auf dem Arm, und alle kleinen Engeljungen liefen hinterdrein. Da standen sie plötzlich an einem großen grünen Gitter und Peterle durfte durch ein Loch in der Hecke schauen. War das fein! Da liefen und hüpften lauter kleine, goldene Schäfchen herum, jedes hatte ein silbernes Klingglöckchen um den Hals, und der liebe Gott rief ein paar beim Namen. „Du kleines Wieselchen, und du, lustiges Sprin ­ gerchen, kommt mal herbei und laßt euch strei ­ cheln!" Da kamen sie angehüpft und drängten sich ans grüne Gitter, und Peterle durfte ihnen das weiche goldene Fell streicheln und mit den Glöckchen am Hals klingeln. Der liebe Gott holte aus seiner Tasche ein Stückchen Himmels ­ kuchen, den fressen die Sternschäfchen gern, und sie lachten richtig mit den kleinen, goldenen Mäulchen, als ihnen Peterle die Kuchenbröck- chen hinhielt. „So, ihr Engelchen," sagte der liebe Gott, „nun bringt das Bübchen mal zum Onkel Mond, damit er ihm etwas Schönes schenkt. Ich muß jetzt mal schnell zum großen Fern ­ rohr hinübergehen und sehen, was die Kinder auf der Erde tun, ob sie brav schlafen. Also geh einstweilen mit, Peterle, und komm nach ­ her noch einmal zu mir, hörst du?" Da war das Peterle schon mitten in einer kleinen tollen Schar von Engelbübchen, sie faßten sich alle an den Händen und sprangen über die Himmels ­ wiese, bis sie au ein seltsames,' großes Haus von Silber kamen, da saßen silberne Schwäne auf dem Gartenzaun und schlugen mit bcu Flügeln, und vor dem Haustor saß ein silber ­ haariger Greis und spielte Geige. „Hurra, Onkel Mond macht Tanzmusik!" schrieen die Engelchen, schnell hatten sie sich zu zwei und zwei an den Händchen gefaßt und tollten und tanzten int Kreis herum. Das Peterle aber stand und staunte den alten Mann an, bis der aufmerksam wurde und ihm her ­ überwinkte. Spaßig, hier kannten ihn alle gleich beim Namen und waren lieb zu ihm. Der Onkel Mond nahm ihn auf den Schoß, und er durfte auf der schönen goldenen Geige spielen! Das war eine Freude! Am liebsten hätte er gar nicht mehr aufgehört, der kleine Bengel. Aber da gähnte der Onkel Mond, und da das Bübchen gut erzogen war, sagte es gleich artig, daß es nun wieder gehn wolle, und es wünsche dem lieben Onkel gute Nacht! Der lächelte ganz fein und strich dem Jungen über den wirren Krauskopf und küßte ihn auf die blauen Kinderangen. Dann schenkte er ihm plötzlich seine Geige und steckte ihm noch Zucker ­ sachen in die Taschen. Als der Kleine dann mit den Engelchcn weiterlief, schaute der Mond