61 und festliche Veranstaltungen festgesetzt: Im Mai eine Wanderung nach Wallenstein mit Homberg als Endziel, 12. Juli Familienfest auf dem Knüll (Grundstein ­ legung?), 16. August Eisenberg, 19. Dezember Sonn ­ wendfeier. Für Instandsetzungen des Eisenbergturms und seiner Anlagen und für bessere Ausstattung der Jugendherberge Huhnstadt wurden Mittel zur Verfügung gestellt. Die Vierteljahrszeitschrift „Der Knüllgebirgs- bote" soll auch fernerhin mit dem Ubbelohdeschen Titel ­ bild ausgestattet werden. Den nunmehr folgenden Ver ­ handlungen in der Jugendherbergssache wandte auch Landrat von Steinrück sein besonderes Interesse zu und stellte weitere tatkräftige Unterstützung des Unternehmens durch den Kreis Ziegenhain in Aussicht, indem er dem Wunsche Ausdruck gab, daß die Kreise Homberg und .Hersfeld dem Beispiel folgen möchten. Homberg hat sich in 1924 schon beteiligt, auch hat der Landesverband seine Unterstützung in Aussicht gestellt. Die Summe der ein ­ gezahlten Geschäftsanteile nähert sich nunmehr 6090 M. Der Regierungspräsident hat der Genossenschaft die Er ­ laubnis erteilt, bis zum 1. März eine öffentliche Wer ­ bung von Mitgliedern und öffentliche Sammlungen zu veranstalten. Um die gewährte Frist wirksam auszu ­ nutzen, wurde beschlossen, den Februar als Werbemonat zu bestimmen. Die Vorstände der Zweigvereine des Knüllgebirgsvereins, in deren Händen die Werbetätigkeit liegt, sollen wirksam durch ein hierzu gewonnenes Mit ­ glied, das den ganzen Bezirk bereist, unterstützt werden. Es liegen Zusagen der Kreisjugendpfleger vor, die Tätigkeit des werbenden Mitglieds durch Jugendgruppen zu unterstützen. Durch dieses Verfahren sollen alle bei der Werbung beteiligten Organe wirksamer zusammen ­ gefaßt und zu neuer Tätigkeit angeregt werden, wobei auf alle örtlichen Verschiedenheiten Rücksicht zu nehmen ist. Wenn der erhoffte Erfolg nicht ausbleibt, ist der Bau in 1925 noch in den Bereich der Möglichkeit gerückt. Eine unverbindliche Aussprache über die vorliegenden Bau ­ pläne ergab eine fast allseitig vorhandene Neigung, der Wahl eines Holzhauses nach nordischer Bauart, das sich mit 150 Quadratmetern Grundfläche für 15—18000 M herstellen läßt, näher zu treten. Hervorgehoben wurde noch, daß die verschiedenartigen Zwecke, denen das Haus dienen soll, nämlich als Herberge für die Jugend unv als^ Vereinshaus für die älteren Mitglieder der Ge ­ nossenschaft, eine strenge Trennung der Räume erfordern. Eine solche wird am besten durch zwei verschiedene Häuser erreicht werden können, was zugleich den Vorteil bietet, daß nach und nach gebaut werden kann und daß zunächst nur die Mittel für einen Teil der ganzen Anlage aus ­ zubringen sind. Und sie iverden hoffentlich noch in 1925 aufgebracht werden. G e s e l l s ch a s t f ü r F a m i l i e n k u n d e i n Kur ­ hessen und Waldeck. Aus Anregung von ver ­ schiedenen Seiten wurden am 3. November 1924 durch Architekt S t ü ck-Niederzwehren und Referendar P a u l - m a n n - Kassel Freunde der Familicngeschichtsforschung in Kassel und Umgegend zu einer gemeinsamen Beratung zwecks engeren Zusammenschlusses zusammengerufen. Nach einer Begrüßung durch Architekt Stück wurde auf Grund seiner Darlegungen beschlossen, unter der Bezeichnung „Gesellschaft für F a m i l i e n k u n d e in Kur- hessen und Waldeck" auch in Kassel eine Ver ­ einigung zu gründen, in der sich die Familienforscher, insbesondere aus dem Gebiete des ehemaligen Kurfürsten ­ tums Hessen und Fürstentums Waldeck, zu gemeinsamer Arbeit und gegenseitiger Unterstützung zusammenfinden, aber auch die Forschungen derjenigen auswärtigen Freunde der Familienkunde, die zu den genannten Gebieten Be ­ ziehungen haben und in ihnen Aufklärung suchen, för ­ dern sollen. Die Gesellschaft will somit in enger Füh ­ lungnahme mit anderen gleichartigen Vereinen und aus landsmannschaftlicher Grundlage arbeiten und hinsicht ­ lich der hessischen Familiengeschichtsforschung die „Hes ­ sische Familiengeschichtliche Vereinigung in »Darmstadt", die in erster Linie das Gebiet des ehemaligen Großherzog ­ tums Hessen bearbeitet, ergänzen. Die neu gegründete Gesellschaft, keinem genealogischen Vereine angehörend, strebt an, Mitglieder aller familien- und wappenkund- lichen Vereine und solche Forscher, die noch keinem der ­ artigen Vereine angehören, in sich zu vereinigen. Die Gesellschaft, deren Geschäfte zunächst Architekt Stück als Obmann und Referendar P a u l m a n n als dessen Stellvertreter und Schriftführer leiteten, konnte bereits die für den 29. und 30. November 1924 nach Kassel ein ­ berufene Zusammenkunft deutscher Genealogen und Ver ­ treter der namhaftesten familien- und wappenkundlichen Vereine vorbereiten und fördern. Am 29. November 1924 fand erstmalig ein öffentlicher Vortrag von Archivar Dr. F. W e ck e n-Leipzig über Familiengeschichtsforschung im Landesmuseum in Kassel statt, der an Hand vor ­ züglicher Lichtbilder die vielseitige Bedeutung und Ziele der Familienkunde beleuchtete uud bei den in erfreulicher Zahl erschienenen Zuhörern großen Anklang fand. Die Gesellschaft gehört einer Arbeitsgemeinschaft an, die ge ­ legentlich der Zusammenkunft am 29. und 30. November 1924 von den bekanntesten deutschen familien- und wap ­ penkundlichen Vereinen gegründet wurde. Diese Arbeits ­ gemeinschaft gibt vom Januar 1925 ab ein gemeinsames, in Berlin monatlich erscheinendes Such- und Anzeigen ­ blatt heraus, zu dessen Bezüge (Jahrespreis 1,50 M) und Benutzung nur die Mitglieder der angeschlossenen Ver ­ eine, also auch die Mitglieder der Gesellschaft für Familienkunde in Kurhessen und Waldeck, berechtigt sind. Die der Arbeitsgemeinschaft angeschlossenen Vereine haben sich verpflichtet, mit Erscheinen des Such- und Anzeigen ­ blattes Suchanzeigen in ihren eigenen Zeitschriften nicht mehr zu bringen. Die Gesellschaft hat sich nunmehr unter Beibehaltung des bei der Gründung gewählten Namens endgültig gebildet und ihre Ziele, Grundsätze über die Geschäftsführung, über Aufnahme, Beitrags ­ zahlungen usw, in einer kurzen Satzung niedergelegt. Obere Königstr. 30 Hackerbräu IERKSTÄTTEN FÜR NEUZEITLICHE HERREN- UND DAMENKLEIDUNG Täglich Eingang von Stoff-Neuheiten Auf Wunsch Zahlurgserleichterung Rucksäcke u. (ir anlaschen Heinrich Knieting Kassel Lutherplatz, MauerstraSe 14